Von dpa-afx.de18. Mai 2022

ROUNDUP: Vorstandschef betont Bedeutung Unipers für Energiewirtschaft

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns Uniper (Profil), Klaus-Dieter Maubach, hat die Bedeutung des Unternehmens für die deutsche Energiewirtschaft unterstrichen. "Uniper importiert jährlich rund 370 Terawattstunden Gas und beliefert damit direkt zahlreiche Industrieunternehmen und Stadtwerke", sagte Maubach am Mittwoch bei der virtuellen Hauptversammlung in Düsseldorf. Diese Menge entspreche rund einem Drittel des durchschnittlichen jährlichen Gasverbrauchs in Deutschland.

Uniper ist der größte Importeur russischen Erdgases. Von den 370 Terawattstunden Erdgas stammen rund 200 Terawattstunden aus Russland, wie das Unternehmen auf seiner Homepage angibt. Gas wird laut Maubach unter anderem auch aus Norwegen, den Niederlanden, Aserbaidschan, den USA und Katar bezogen.

Langfristverträge für den Gasbezug aus Russland liefen bis in die Mitte der 2030er Jahre, sagte Maubach. Sie sollen nicht verlängert werden. Auch sollen keine neuen Verträge abgeschlossen werden.

Zu den neulich vom Kreml veränderten Zahlungsmodalitäten sagte Maubach: "Wir sind zuversichtlich, auch zukünftig alle Zahlungen vertragskonform abwickeln zu können." Er wiederholte Angaben vom Dienstag, wonach bei den Ende Mai anstehenden Zahlungen an das russische Gasunternehmen Gazprom (Profil) Uniper die Rechnung in Euro erhalte. "Und wir bezahlen in Euro auf ein Konto der Gazprombank im Einklang mit dem neuen Zahlungsmechanismus. Auf diese Weise ist eine fristgerechte Vertragserfüllung unsererseits gewährleistet." Zu diesem Vorgehen stehe man im engen Austausch mit der Bundesregierung.

Maubach betonte, dass Uniper auch der größte Betreiber von Erdgasspeichern in Deutschland ist. Auf das mehrheitlich zum finnischen Fortum-Konzern (Profil) gehörende Unternehmen entfällt nach seinen Angaben rund ein Drittel der Speicherkapazitäten in Deutschland. "Uniper spielt damit eine zentrale Rolle im deutschen und europäischen Gasmarkt und bei der Versorgung unseres Landes."/tob/DP/stw