5 teure Fehler, die ETF-Anleger JETZT unbedingt vermeiden müssen

Ein drohender Bürgerkrieg in den USA? Das Ende des Tech-Hypes? Der Markt wird immer herausfordernder. Darauf sollten Anleger jetzt achten.

Wir erinnern uns: Zwischen dem 23. März und dem 8. Juni legte allein der Dax mehr als fünfzig Prozent zu. Doch diese Marktphase ist endgültig vorbei. Inzwischen zucken die großen Indizes auf hohem Niveau nervös hin und her. Neue Impulse fehlen., Anleger sind verunsichert. Stattdessen marschieren in den USA wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl bewaffnete Milizen und Tech-Anleger fürchten einen Crash – die Gerüchte rund um Wasserstoff-Pionier Nikola sind in diesem Zusammenhang nur die Krönung.

Doch zugleich pumpen Notenbanken weiter Kapital in die Märkte und machen keine Anstalten, von ihrem Niedrigzinskurs abzuweichen. Aktien bleiben also alternativlos, doch sie sind auch kein Selbstläufer mehr. Was ist also zu tun? Diese fünf Fehler sollten Investoren unbedingt vermeiden.

Rebalancing vergessen

Beim Rebalancing geht es darum, das Verhältnis von Anlageklassen oder Branchen in einem Portfolio wiederherzustellen. Wenn Kurse steigen, verändert das nach und nach die Portfoliostruktur. Das kann zu gesteigerten Risiken führen. Aktuell finden sich diese beispielsweise im Tech-Bereich. Gute Technologieunternehmen haben eine großartige Perspektive, doch sollten Anleger gerade jetzt darauf achten, dass nicht der Großteil des Kapitals in diesem Sektor investiert ist.

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Anleger halten an Instrumenten von gestern fest

Nach Ausbruch der Pandemie konnten Anleger auch mit dem DAX oder dem Dow Jones satte Gewinne erzielen. Doch inzwischen spricht einiges dafür, dass der Markt selektiver wird. Der ETF, der nur wenige Werte enthält und in dem die größten Positionen knapp zehn Prozent ausmachen, birgt aktuell Risiken. Investoren könnten stattdessen in Alternativen umschichten. Beispielsweise lässt sich der Dax durch den Stoxx 600 ersetzen. Statt über dreißig Werte, streuen Anleger dann über 600 Titel. Bei der Gelegenheit sollten Anleger auch die Positionsgröße überdenken, siehe Punkt 1.

Hype-Investments tätigen

Bis wir die neueste Wasserstoff-Hoffnung im Depot haben, vergehen heute nur ein paar Swipes und Klicks. Was am Anfang einer Rally großen Spaß macht und nicht selten für Gewinne sorgt, wird gegen Ende einer Hausse richtig teuer. Getrieben von Gier machen Privatanleger in der Spätphase eines Zyklus oft die fatalsten Fehler. Daher gilt: Beim „nächsten großen Ding“ einfach mal darüber schlafen.

Sparpläne kündigen

In Erwartung niedrigerer Kurse Sparpläne zu kündigen und auf das eigene Markttiming vertrauen ist das Falscheste, was Privatanleger machen können. Gerade in einer Zeit der Unsicherheit macht es Sinn, statt auf diskretionäre Entscheidungen, auf feste Strukturen, wie etwa den monatlichen Sparplan, zu bauen. Dieser spart idealerweise in eine durchdachte Vermögensstruktur (siehe 1.) und in geeignete Instrumente (siehe 2.). Stattdessen sollten Anleger in der aktuellen Phase besser die Zahl der Einzelinvestments zurückfahren (siehe 3.).

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Alle Aktien verkaufen

Eigentlich jeder Investor hat beim Blick auf vergangene Kursentwicklungen bereits den Konjunktiv bemüht: hätte, wäre, wenn… Doch eine derart weitreichende Entscheidung, wie der Verkauf aller Aktien, kann auch nach hinten losgehen. Dann nämlich, wenn der Markt weiter steigt und es uns schwer fällt, zu vermeintlich teureren Kursen zu kaufen. Stattdessen sollten Anleger investiert bleiben, auf eine ausgewogene Depotstruktur achten und je nach Situation Teilverkäufe vornehmen. So aufgestellt, lassen sich im Falle einer Marktkorrektur wieder Chancen wahrnehmen.

Unsere Aktiensparplan Empfehlungen

Wir empfehlen die folgenden Direktbanken für einen Aktiensparplan.
AnbieterAnzahl Aktienmind. SparrateBruchstücke möglichKosten 
Quelle: extraETF.com
Trade Republic (► Zum Testbericht)1000ab 10 €Ja0,0 %Mehr Infos
S Broker (► Zum Testbericht)814ab 50 €Nein2,50 %Mehr Infos
ING (► Zum Testbericht)422ab 50 €Ja1,75 %Mehr Infos
Consorsbank (► Zum Testbericht)422ab 25 €Ja1,50 %
Mehr Infos
Comdirect (► Zum Testbericht)189ab 25 €Ja1,50 %Mehr Infos
Smartbroker (► Zum Testbericht)89ab 125 €Nein0,20 % (mind. 0,80 €)Mehr Infos
Netbank (► Zum Testbericht)70ab 50 €Ja1,75 %Mehr Infos
Targobank (► Zum Testbericht)58ab 50 €Nein2,5 % (mind. 1,50 €, max. 3 €)Mehr Infos
Maxblue (► Zum Testbericht)102ab 50 €Ja1,25 %Mehr Infos