Anbieter im Überblick: Dies sind die besten Neo-Broker in Deutschland

Der amerikanische Billig-Broker Robin Hood ist top erfolgreich und plant für 2021 den Börsengang. Doch auch die deutschen Neo-Broker haben einiges zu bieten. Die besten Adressen im Überblick!

Die Handelsplattform Robin Hood aus Kalifornien hat mit ihrem Launch im Jahr 2013 einen regelrechten Preiskampf im Broker-Markt ins Rollen gebracht. 2021 soll das Unternehmen an die Börse gehen – die aktuelle Bewertung (laut der letzten Finanzierungsrunde) liegt bei unglaublichen 11,7 Milliarden US-Dollar.

Nicht nur in den USA sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Low-Cost-Broker entstanden, auch in Deutschland existieren immer mehr Anbieter, die klassischen Player verstärkt in Zugzwang bringen. Lassen Sie uns in diesem Beitrag gemeinsam einen Blick auf die fünf wichtigsten Low-Cost-Broker werfen.

Trade Republic

2015 entstand mit Trade Republic (► Zum Testbericht) der erste provisionsfreie Broker in Deutschland. Der Fokus des Berliner Brokers liegt ganz klar auf der jungen Generation. Jeder Kauf oder Verkauf kostet nur einen Euro. Darüber hinaus können Privatanleger zahlreiche kostenlose ETF-Sparpläne besparen. Aufgrund der engen Partnerschaft mit Blackrock sind diess natürlich nur solche von iShares. Spannend ist zudem der alleinige Fokus auf ihre mobile App. Damit folgt Trade Republic dem anhaltenden Mobile Banking Trend.

Kosten: 1 Euro pro Trade, 0 Euro Depotgebühr, 0,00 Prozent Guthabenzinsen

Anlageklassen: Aktien, ETFs, Derivate

Gründung: 2015

Smartbroker

Bei Smartbroker (► Zum Testbericht) können Anleger bereits zum Nulltarif Wertpapier handeln – und das an allen deutschen Börsenplätzen. Dafür müssen Sei jedoch mindesten 500 Euro in die Hand nehmen. Für jede Order unter 500 Euro berechnet Smartbroker weiterhin vier Euro. Auch mit kostenlosen ETF-Sparplänen kann der Anbieter dienen. Im Vergleich zu Trade Republic ist die Auswahl erheblich breiter diversifiziert. In naher Zukunft ist sogar die Eröffnung von Firmendepots geplant. Der einzige Nachteil: Es gibt noch keine App.

Kosten: 4,00 Euro pro Trade, 0 Euro Depotgebühr, -0,50 Prozent Guthabenzinsen

Anlageklassen: Aktien, ETFs, Fonds, Derivate

Gründung: 2019

Tipp: Der Solidaritätszuschlag fällt für die meisten Bundesbürger weg. Hier geht es zum Soli-Rechner.

Scalable Capital Broker

Anleger können zwischen drei Modellen aussuchen. Beim „Free-Broker“ verlangt Scalable Capital (► Zum Testbericht) 0,99 Euro pro Trade – wobei ein kostenfreier ETF-Sparplan inklusive ist. Das „Prime-Broker“ Modell kostet Privatanleger 2,99 Euro pro Monat (Einmalzahlung fürs gesamte Jahr). Dafür erhalten sie eine Trading-Flatrate. Das „Prime-Broker“ Modell gibt es für 4,99 Euro monatlich auch als „Flex“. Der einzige Unterschied ist, dass Anleger hier einen monatlichen Zahlungsrhytmus haben.

Im „Free-Broker“-Modell können Kunden zusätzlich zu dem kostenfreien ETF-Sparplan eines beliebigen Anbieters mehr als 600 PRIME-ETFs dauerhaft gebührenfrei kaufen und besparen. Möglich machen es drei PRIME-Partnerschaften mit DWS (Xtrackers), Invesco und BlackRock (iShares). Erst jeder weitere Sparplan auf ETFs anderer Anbieter oder Aktienkäufe kosten lediglich 99 Cent. Damit ist im Modell „Free Broker“ ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio völlig kostenlos einrichtbar.

Kosten: 0,00 Euro pro Trade im Prime-Modell (0,99 Euro im Free-Modell), 0 Euro Depotgebühr, 0,00 Prozent Guthabenzinsen

Anlageklassen: Aktien, ETFs, Fonds, Derivate

Gründung: 2020

Justtrade

Justtrade verzichtet komplett auf Ordergebühren. Anleger müssen jedoch mindestens 500 Euro investieren. Spannend ist die Ergänzung klassischer Anlageklassen um aktuell fünf Kryptowerte. Im Vergleich zu Trade Republic können Anleger Justtrade per App oder ganz klassisch auf Desktop nutzen. Die einzige Kritik fällt hier auf die negative Guthabenverzinsung in Höhe von 0,50 Prozent.

Kosten: 0,00 Euro pro Trade, 0 Euro Depotgebühr, -0,50 Prozent Guthabenzinsen

Anlageklassen: Aktien, ETFs, Derivate, Kryptowerte

Gründung: 2019

Gratisbroker

Gratisbroker ähnelt vom Angebot sehr stark Justtrade. Anleger erhalten eine breite Auswahl an Möglichkeiten. Von reinen Wertpapieren, über Optionsscheine bis hin zu Zertifikate des Emittenten HSBC, können sie auf eine breite Auswahl zurückgreifen. Auch hier gilt: Alle Order über 500 Euro sind kostenfrei.

Kosten: 0,00 Euro pro Trade, 0 Euro Depotgebühr, 0,00 Prozent Guthabenzinsen

Anlageklassen: Aktien, ETFs, Fonds, Derivate

Gründung: 2018

Tipp: Wer der beste Broker für Ihr Geld ist, können Sie hier im Extra-Magazin nachlesen

Fazit zum Neo-Broker-Markt

Die Vorteile der Neo-Broker liegen auf der Hand. Die niedrigen Kosten locken viele Privatanleger und optimieren zweifelsohne die langfristige Rendite bei der Geldanlage. Aber auch nur, wenn Anleger durch die niedrigen Gebühren nicht zu einer hohen Tradingfrequenz motiviert werden. Am Ende des Tages sind wir jedoch alle für unserer eigenen Investments verantwortlich.

Low-Cost-Broker bieten eine ausgezeichnete Basis, um kostengünstig Vermögen aufzubauen. Behalten Sie in jedem Fall den langfristigen Anlagehorizont im Blick und schauen Sie besonders in turbulenten Zeiten nicht allzu oft aufs Depot.

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