Anleihen-ETF mit 5,5 Prozent Rendite investiert in europäische Hochzinsanleihen

Viele europäische Staatsanleihen werfen keine Rendite mehr ab. Wer im Anleihensektor noch etwas verdienen möchte, muss kreativ werden. Ein ETF von SPDR investiert in europäische Hochzinsanleihen.

Die Märkte waren im Jahr 2021 bisher volatil. Die Aktien stiegen zunächst auf neue Höchststände, bevor ihnen die Luft ausging. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie werden nach und nach erst spürbar. Sie äußern sich laut SPDR in steigenden Unternehmensinsolvenzen. „Darüber hinaus hat die Marktvolatilität, größtenteils eine Folge der GameStop-Kausa, einige Marktteilnehmer möglicherweise dazu veranlasst, ihr Risikoengagement zu reduzieren“, schreibt der ETF-Anbieter in einer Markteinschätzung.

Die Notenbanken stützen jedoch die Märkte mit Null- und Niedrigzinsen. Hinzu kommen umfangreiche Fiskalpakete, die sich erst noch in der Gesamtnachfrage niederschlagen müssen. Durch die Impfstoffe dürfte eine deutliche wirtschaftliche Erholung im Jahr 2021 das wahrscheinlichste Szenario sein. 

3 gute Gründe für europäische Hochzinsanleihen

SPDR favorisiert aus drei Gründen europäische Hochzinsanleihen, umgangssprachlich auch Hochprozenter genannt. In dem Marktkommentar heißt es wörtlich:

    • „Hochzinsemittenten sind in der Regel stärker vom Wachstum abhängig, sodass dieses Reflationsszenario die Anlageklasse relativ attraktiv macht. Bemerkenswert ist, dass sich Euro-Hochzinsanleihen während der Risikoschwankungen im Januar tatsächlich bemerkenswert gut gehalten haben. In diesem Zeitraum gab es nur einen Tag, an dem sich der optionsbereinigte Spread auf den Bloomberg Barclays Liquidity Screened Euro High Yield Index trotz der starken Rückgänge an den Aktienmärkten weiter als Ende 2020 bewegte. Dies deutet auf einen zugrunde liegenden Appetit hin, die Anlageklasse bei jeder Preisschwäche zu kaufen.“

    • „Das Ausfallrisiko bleibt die große Angst der High Yield Anleger. Ein langsamer Start ins Jahr 2021 erhöht vermutlich diese Risiken, aber es gibt mehrere Gründe, warum dies kein normaler Kreditzyklus ist. Die Ausweitung staatlicher Unterstützungsprogramme, um Unternehmen durch die Krise zu helfen, in Verbindung mit günstigen Finanzierungsbedingungen, hat das Überleben der Unternehmen gestärkt.“

    • „Anleger werden 2021 wahrscheinlich nach renditeträchtigen Anlagen greifen. Die Renditen von Staatsanleihen sind im Euroraum negativ und bieten nur wenig Potenzial für Kapitalgewinne. Die Renditen von Investment-Grade-Anleihen sind ebenfalls niedrig, wobei die Spreads in der Nähe ihres engsten Niveaus der letzten zwei Jahre liegen. Hochzinsanleihen bieten nicht nur Rendite, sondern auch ein geringes Durationsrisiko im Vergleich zu Staatsanleihen.“
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Europäische Hochzinsanleihen in einem ETF

Anleger, die sich in europäischen Hochzinsanleihen engagieren möchten, können dies über einen SPDR ETF tun. Am 3. Februar 2021 feierte der SPDR Bloomberg Barclays Euro High Yield Bond UCITS ETF (Dist) (WKN: A1JKSU) sein neunjähriges Bestehen. Seit seiner Auflegung hat der ETF eine annualisierte Rendite von fast 5,5 Prozent erwirtschaftet.

Der Fonds hat in letzter Zeit weiter an Vermögenswerten zugelegt, mit Zuflüssen von rund 100 Millionen US-Dollar im bisherigen Jahresverlauf, wodurch das Fondsvolumen auf über 1,1 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Die Kosten liegen bei 0,4 Prozent pro Jahr.

SPDR Bloomberg Barclays Euro High Yield Bond UCITS ETF

WKN: A1JKSU ISIN: IE00B6YX5M31
Kurs 57,45 €
Kosten (TER) 0,40 %
Fondsvolumen 908 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +0,19 %
Lfd. Jahr +3,40 %