Kunden kriegen beim Billig-Broker schlechtere Börsenkurse. Stimmt das wirklich?

Ist die Orderausführung bei einem Billig-Broker wirklich schlechter als bei den klassischen Direktbanken? Das Vorurteil hört man immer wieder. Wir haben das nachgeprüft!

Die Kosten für die Ausführung einer Wertpapierorder sind im Sinkflug. Neue Direktbanken, sogenannte Low- Cost-Broker (auch gern Billig-Broker genannt) nutzen neueste Technologien, um die Abwicklungskosten auf ein Minimum zu reduzieren. Die Folge: Die erzielten Kostenvorteile werden dann an die Kunden der Banken in Form von niedrigen bzw. oft sogar kostenfreien Ausführungsgebühren weitergegeben. Zusätzliche Kostenersparnisse werden beispielsweise auch dadurch generiert, dass das Produktangebot der Banken auf das Wesentliche reduziert wird.

So werden bei den Anbietern Scalable Capital (► Zum Testbericht) oder Trade Republic (► Zum Testbericht) nur ausgewählte Börsenplätze wie Gettex oder Lang & Schwarz Exchange angeboten. Kunden dieser Anbieter sind also darauf angewiesen, dass die Kurs- und Ausführungsqualität mit anderen Börsenplätzen wie beispielsweise Xetra, dem liquidesten Handelsplatz in Deutschland, mithalten kann.

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Kritiker warnen vor Low-Cost-Brokern

Damit Billig-Broker günstige Konditionen anbieten können, sind sie auf Rückvergütungen der Börsenplätze oder der dahinterstehenden Handelspartner angewiesen. Diese sind bereit, für die exklusive Weiterleitung des „Orderflows“ der Kunden eine Rückvergütung an den Low-Cost-Broker zu bezahlen.

Genau dieser Sachverhalt wird den Low-Cost- Brokern von Kritikern vorgeworfen. Das Vorurteil: Der Kunde sei abhängig vom angeschlossenen Börsenplatz und habe keine Möglichkeit, beim Handel auf weitere Börsenplätze auszuweichen. Der Makler würde diesen Sachverhalt ausnutzen und versuchen, durch...

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