Billig-Broker Robinhood strebt Bewertung von 35 Milliarden US-Dollar an

Der Börsengang von Robinhood steht offenbar nun doch schon kurz bevor. Wie aus einem neuen SEC-Antrag hervorgeht, strebt der Billig-Broker aus den USA eine Bewertung von 35 Milliarden Dollar an. Die Hintergründe!

Robinhood strebt bei seinem bevorstehenden Börsengang eine Marktbewertung von bis zu 35 Milliarden Dollar an, wie aus einem am Montag veröffentlichten SEC-Antrag hervorgeht. Der Billig-Broker aus den USA möchte seine Stammaktien in einem Bereich von 38 bis 42 US-Dollar pro Aktie platzieren. Robinhood will 55 Millionen Aktien herausgeben, um bis zu 2,3 Milliarden Dollar einzunehmen. Robinhood soll unter dem Symbol „HOOD“ an der Nasdaq gehandelt werden.

Das Unternehmen hat in der geänderten Einreichung einige seiner Finanz- und Nutzerkennzahlen aktualisiert. Das Unternehmen gibt an, dass es aktuell 22,5 Millionen Depots auf seiner Plattform führt. Im ersten Quartal dieses Jahres waren es noch etwas mehr als 18 Millionen. 

Verlust von 1,4 Milliarden im ersten Quartal

Zudem prognostiziert das Unternehmen, dass es im zweiten Quartal einen Umsatz in der Spanne von 546 bis 574 Millionen US-Dollar erzielt hat. Das wäre eine Umsatzsteigerung von 129 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im ersten Quartal 2021 erwirtschaftete das Unternehmen 522 Millionen Dollar Umsatz, macht allerdings einen Verlust in Höhe von 1,4 Milliarden. Jedem eingenommenen Dollar Umsatz stehen 3 Dollar Verlust gegenüber. 

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Die letzte Bewertung von Robinhood auf dem privaten Markt lag bei 11,7 Mrd. US-Dollar, die im vergangenen September erreicht wurde. Robinhood hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Investieren zu „demokratisieren“ und gilt als Hauptzugang für junge Investoren zu den Märkten. Die App erfuhr während der Pandemie und während der GameStop-Handelsmanie rasantes Wachstum, insbesondere bei den Nutzerzahlen.

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Robinhood und Dogecoin

Rund 17 Prozent der Einnahmen, die Robinhood aus Kundentransaktionen erzielt hat, stammen aus Kryptowährungen. Im Vorjahr hatte der Anteil von digitalen Coins am Gesamttransaktionsvolumen noch bei vier Prozent gelegen.

Auffällig ist vor allem, wie hoch der Anteil der als Spaßwährung konzipierten Digitaldevise Dogecoin war: 34 Prozent des Umsatzes aus Krypto-Transaktionen stammten aus Handelsaktivitäten mit DOGE. Im Vorquartal hatte der Anteil nur bei vier Prozent gelegen. Diese Entwicklung führte Robinhood im Wertpapierprospekt im Bereich „Risikowarnung“ auf und erklärte: „Wenn die Nachfrage nach Transaktionen in Dogecoin zurückgeht und nicht durch eine neue Nachfrage nach anderen Kryptowährungen ersetzt wird, die für den Handel auf unserer Plattform verfügbar sind, könnten unser Geschäft, unsere Finanzlage und unser Betriebsergebnis beeinträchtigt werden.“ Dies steht wörtlich im Wertpapierprospekt.

Robinhood – das Aktien-, Kryptowährungs- und Optionshandel sowie Cash-Management-Konten anbietet – wird voraussichtlich Ende nächster Woche sein Debüt an der Börse geben. Mein Tipp: Abwarten – und einen Einstieg prüfen in der ersten Korrektur. Diese dürfte bei der absurd hohen Bewertung definitiv nicht allzu lange auf sich warten lassen. 

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