Bitcoin-ETF bald auch in den USA?

Schon als im Februar 2021 der erste Bitcoin-ETF in Kanada zugelassen wurde, kam die Frage auf, wann die USA nachziehen würden. Schließlich lässt man sich in den Vereinigten Staaten nur ungern vom kleinen Bruder die Butter vom Brot nehmen. Könnte es nun tatsächlich bald soweit sein?

Denn die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat aktuell einen ETF zugelassen, der einem „echten“ Bitcoin-ETF schon sehr nahekommt. Bisher zierte sich die Behörde noch gewaltig, einen Krypto-ETF zu genehmigen. Zu groß ist die Sorge vor einer möglichen Manipulation des Marktes. Jüngst wurden die Entscheidungen über vier Bitcoin-Indexfonds auf November verschoben, insgesamt warten ganze zwölf ETFs auf Zulassung. Kommt jetzt die Trend-Wende?

Kein „echter“ Bitcoin-ETF

Nicht ganz. Ein Bitcoin-ETF wird auch im Oktober in den USA nicht zum Kauf zugelassen. Dass Investoren und Experten sich dennoch Hoffnung machen, liegt an der Genehmigung des Volt Crypto Industry Revolution and Tech ETF, kurz Volt-Equity-ETF. Dieser wurde am 5. Oktober von der SEC durchgewunken und ist der Krypto-naheste ETF, den es bislang in den USA zu kaufen gibt.

Tatsächlich handelt es sich wohl eher um einen Tech-ETF. Doch der Volt-Equity-ETF besteht zu 80 Prozent aus Unternehmen, die in irgendeiner Weise an der „Bitcoin-Revolution“ beteiligt sind. Darunter sind Firmen wie Softwarehersteller Microstrategy, Marathon Digital Holdings und Bitfarms. Tad Pak, CEO von Volt Equity, glaubt an den Erfolg seines Produktes. „Ich glaube fest an Bitcoin und war begeistert davon, einen ETF auf den Markt zu bringen, der von der kommenden Bitcoin-Revolution profitieren könnte“. Laut Business Insider hofft er, dass der ETF innerhalb der nächsten drei Wochen an der New Yorker Börse handelbar sein wird. Der Weg zur Zulassung sei ein harter gewesen. Umso glücklicher ist Pak, dass es gelungen ist.

Zeichen für die Zukunft?

Zunächst bedeutet das vor allem eins: US-amerikanische Anlegerinnen und Anleger können auch weiterhin nicht in Bitcoin-ETFs investieren, beziehungsweise müssen sie auf das Nachbarland ausweichen. Mit dem Volt-Equity-ETF könnten aber die Weichen gestellt sein. Zumindest den Bitcoin-Kurs hat die Zulassung des ETF ordentlich beflügelt: Innerhalb der letzten Woche ist der Kurs um mehr als zwölf Prozent auf rund 55.000 US-Dollar gestiegen.

Die Idee reiner Bitcoin-ETFs stößt immer wieder auch auf Gegenwind. Insbesondere die fehlende Diversifikation und das damit einhergehende Klumpenrisiko sind Argumente gegen einen solchen Indexfonds. Ob die Amerikaner dessen zum Trotz in naher Zukunft einen Bitcoin-ETF am Markt haben werden, bleibt weiterhin abzuwarten.

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