Bitcoin-ETF in Kanada kurz nach Marktstart bereits milliardenschwer

Eine Milliarde Dollar hat der erste Bitcoin-ETF in Kanada bereits eingesammelt. Der Emittent arbeitet offenbar schon an neuen Produkten. Doch es gibt auch Kritik an dem Konzept von Bitcoin-ETFs. 

Der erste Bitcoin-ETF in Kanada ist kurz nach dem Marktstart bereits eine Milliarde Dollar schwer. Das berichtet die FAZ mit Berufung auf Greg Taylor, Leiter der Anlagestrategie von Purpose Investment, dem Emittenten. Das Produkt sei einer der am besten laufenden ETF bei Purpose. 

Der Bitcoin-ETF wurde im Februar von der kanadischen Finanzaufsichtsbehörde genehmigt. Der Fonds bildet die Wertentwicklung des Bitcoin-Preises abzüglich der Gebühren und Aufwendungen des ETF nach. An der Börse Toronto notiert der ETF in kanadischen Dollar. 

Bitcoin-ETF in Kanada setzt SEC unter Zugzwang

Die Zulassung in Kanada steigert die Chancen, dass die USA bald folgen könnten. Bisher hatte die US-Börsenaufsicht SEC jeden Vorschlag für einen Bitcoin-ETF abgelehnt. So hatte die SEC dem US-amerikanischen Vermögensverwalter Vaneck die Zulassung im Jahr 2019 verwehrt. Das dürfte jetzt deutlich schwerer fallen. Der US-amerikanische Vermögensverwalter Vaneck hat Ende vergangenen Jahres abermals die Zulassung eines Bitcoin-ETFs beantragt. 

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Auch Purpose Investment soll bereits an neuen Anlageprodukten auf Digitalwährungen arbeiten. Kein Wunder, die Nachfrage ist entsprechend hoch, die Kurse von Bitcoin & Co. haben in den vergangenen Monaten rasant zugelegt. Der Schwung rührt vor allem daher, dass immer mehr Firmen in das Geschäft mit den Cyber-Devisen einsteigen. So hat beispielsweise der Kreditkarten-Anbieter Mastercard angekündigt, sein Zahlungsnetzwerk für Kryptowährungen zu öffnen. Und der Zahlungsdienstleister Paypal will ermöglichen, dass Kunden in den USA über die Paypal-Plattform Bitcoin und andere Cyber-Devisen kaufen, verkaufen und aufbewahren können.

Bitcoin-ETF wirklich sinnvoll?

Es gibt jedoch auch Kritik an ETFs auf den Bitcoin. Lars Reiner, Gründer und Geschäftsführer des digitalen Vermögensverwalters Ginmon *, kritisiert, „ein Bitcoin-ETF würde die Grundidee des Konzeptes ETF torpedieren“. Ein reiner Bitcoin-ETF würde keinerlei Diversifikation bieten, schrieb Reiner bereits 2018 in einem Kommentar. „Da dies ein unzumutbares Klumpenrisiko ist, wäre der Name ETF, der bei den meisten Anlegern für Diversifikation steht, reine Augenwischerei.“ 

Auch in der Facebook-Gruppe „ETF-Strategie (von extraETF) steht ein Bitcoin-ETF, sollte er jemals in Deutschland Realität werden, nicht allzu hoch im Kurs. Mehrere Nutzer sprachen sich für ein Direktinvestment aus. Für andere kommt ein Investment in Kryptowährungen nicht infrage.

Wer an einem Direktinvestment interessiert ist, ohne sich ein Krypto-Wallet zulegen zu müssen, kann auf das Angebot des Brokers Justtrade * zurückgreifen. Anleger können ihr Depot von Justtrade zum Handel von Kryptowährungen nutzen und sie auch dort verwahren lassen. Zu den Währungen, mit denen dies bis dato möglich ist, gehören Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple und Bitcoin Cash. 

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