Von Katja Brauchle31. Januar 2022
Börse: So bleibst du trotz Abwärtstrend im Depot gelassen

Börse: So bleibst du trotz Abwärtstrend im Depot gelassen

Die Unsicherheiten an der Börse nehmen aktuell kein Ende. Aussicht auf schnelle Besserung? Aktuell eher Fehlanzeige. Experten rechnen damit, dass 2022 ein durchweg schwieriges Börsenjahr werden könnte.

Das verunsichert insbesondere Anlegerinnen und Anleger, die erst seit kurzem am Börsengeschehen teilnehmen. Sei es durch Einzelaktien, Kryptowährungen oder ETFs – der Blick ins Depot verheißt gerade nichts Gutes. Wer bereits den ein oder anderen Börsenknick oder gar einen kompletten Crash miterlebt hat, kennt das aktuelle Geschehen bereits und kann entsprechend gelassen bleiben.

Wenn du aber erst seit kurzem dabei und nun verunsichert bist, wie es mit deinem Engagement an der Börse weitergehen soll, dann haben wir ein paar hilfreiche und beruhigende Tipps für dich. Eins vorab: Rote Zahlen sind erst mal kein Grund zur Freude. Und möglicherweise wird 2022 ein holpriges Börsenjahr. Aber: Es geht auch wieder aufwärts. Immer!

Berechne dein Verlustrisiko

Wie hoch dein persönliches Verlustrisiko ist, hängt stark davon ab, wie diversifiziert dein Portfolio ist. Als Faustregel gilt: Je breiter die Streuung, desto geringer das Risiko. Natürlich ist ein ETF auf den MSCI World mit über 1600 Aktien sicherer als ein Themen-ETF mit gerade einmal 100 Positionen, die auch noch alle auf eine Branche abzielen.

Wenn du es aber gern genauer wüsstest, dann kannst du deine Risikokapazität auch ganz einfach mit unserem Risikorechner ausrechnen. Zehn einfache Fragen, etwa zu deiner Anlagedauer, deine Verlusttoleranz oder deinem bereits angelegten Vermögen, helfen dir dabei, die ideale Aktienquote für dein Portfolio herauszufinden. Auch dann, wenn du bereits ein Depot hast. Im Anschluss kannst du dein Portfolio deinem aktuellen Sicherheitsbedürfnis anpassen und deine Aktienquote senken – oder auch steigern.  

Tipp: Mit unserem Risikorechner kannst du anhand von zehn Fragen die optimale Aktienquote für dein Portfolio ermitteln.

Sparrate anpassen – oder aussetzen

Daneben kannst du aber auch deine Sparrate anpassen. Wenn du aktuell beispielsweise 150 Euro auf dein Tagesgeldkonto legst und 150 Euro in dein Wertpapier-Depot packst, dann schichte einfach um. Wenn du bei der momentanen Börsenstimmung Sorge hast, zu viel Geld zu verlieren, dann geh etwa auf 50 Euro monatlich runter. Sobald es wieder aufwärts geht, kannst du auch deine Sparrate wieder entsprechend nach oben schrauben.

Viele Banken und Neobroker haben eine Mindestsparrate, einzig das solltest du beachten. Bei der Comdirect * beträgt sie beispielsweise 25 Euro. Bei Trade Republic * liegt sie bei 10 Euro. Und auch, wenn du vorübergehend lieber komplett aussetzen möchtest, ist das kein Problem. Du kannst deinen Sparpplan einfach pausieren und zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen.

Tipp: Unser ETF-Sparplanrechner hilft dir, in nur einer Minute die für dich perfekte Sparrate zu errechnen – oder das Endkapital!

Nicht ständig ins Depot schauen

Ein Fehler, den viele Anfängerinnen und Anfänger machen: Der ständige Blick ins Depot. Aktuell sorgt das nur für Angst und vorschnelle Verkäufe. Deshalb lass dein Depot einfach mal Depot sein, lass es im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und checke nicht täglich, was deine ETFs und Aktien gerade machen. Klar, so lange alles gut läuft, gibt dir das ein gutes Gefühl. In schlechten Börsenphasen wird dich das aber nur noch zusätzlich verunsichern und möglicherweise dazu verleiten, vorschnelle Entscheidungen zu treffen. Jede Aktie fährt auch mal Verluste ein, selbst Dauerbrenner wie Apple.

Behalte also immer im Hinterkopf, dass du eine langfristige Strategie verfolgst und dich auch eine schlechte Phase an der Börse auf lange Sicht nicht dein Vermögen kostet. Mit der Anlage in ETFs profitierst du langfristig, auch wenn es zwischendurch mal tiefrot im Depot leuchtet.

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