Börsenexperte Andreas Beck: So investiert man erfolgreich nach wissenschaftlichen Kriterien

Das eigene Vermögen alle zehn bis fünfzehn Jahre verdoppeln – ganz einfach und ohne Spekulation. Wie das geht, erklärt der Portfoliomanager und Mathematiker Andreas Beck in seiner Analyse „Erfolgreich wissenschaftlich Investieren“.

Um sein Vermögen „in zwanzig Jahren zu vervierfachen, in dreißig Jahren zu verachtfachen, in vierzig Jahren zu versechzehnfachen“ bedarf es zunächst einiger essenzieller Punkte, auf die sich Anlegerinnen und Anleger fokussieren sollten. Die Masse an Anlageprodukten für Privatanleger ist mittlerweile riesig, da immer mehr Unternehmen und Menschen vom Investmentgeschäft profitieren wollen. Der Börsenexperte Andreas Beck meint: Anleger sollten keine Zeit verschwenden, sich durch diesen Dschungel an Möglichkeiten zu kämpfen. Andreas Beck legt dabei wissenschaftliche Tatsachen zu Grunde und beschränkt sich auf einige wichtige Ratschläge, die Investoren beherzigen sollen, um erfolgreich zu investieren.  

Letztlich geht es bei allen Produkten um Eigenkapitalrenditen (z. B. aus Aktien) oder Fremdkapitalrenditen (z. B. aus Anleihen). Anlegerinnen und Anleger müssen nur entscheiden, wie hoch die Aktien- und Anleihenquote in ihrem Portfolio jeweils sein soll. Die Quoten wiederum ergeben sich aus dem individuellen Anlagehorizont.

Das Konzept der Ultrastabilität

Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Anlagestrategie. Für Andreas Beck ist der Kauf einer Aktie ist „eher eine Wette als eine Investition“. Immerhin spekuliert man als Anleger darauf, dass das Unternehmen wertvoller ist, als der aktuelle Aktienkurs es vorgibt. Wenn solche Fehlbewertungen auftreten, gibt es weltweit genügend Profis, die diese aufspüren und durch gezielte Käufe umgehend wieder ausgleichen. Privatanleger hätten keine Chance bei diesem „Spiel“ erfolgreich mitzuspielen.

Anstatt also gezielt auf ein bestimmtes Unternehmen zu setzen, sei es viel besser, in möglichst viele Unternehmen zu investieren – am besten sogar in alle börsennotierten Unternehmen weltweit. So nutzen Anleger in Krisenzeiten den Effekt der Ultrastabilität. Dahinter verbirgt sich der Effekt, dass der Großteil von Unternehmen aus einer Krise rentabler und stabiler hervorgeht. Einige Unternehmen schaffen es dagegen nicht durch eine Krise und müssen Insolvenz anmelden.

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Aus diesem Grund ist es nach Ansicht des Portfoliomanagers wichtig, sein Aktienportfolio so zu strukturieren, dass es die „Ertragskraft der Weltwirtschaft“ abbildet. Zudem sollten Anlegerinnen und Anleger sich nie von der Marktkapitalisierung leiten lassen, sondern ihre Portfolio-Struktur an den „Gewinnen der Weltwirtschaft“ ausrichten, also sich an der Rentabilität orientieren. Der Grund: So vermindern sie das Risiko „in bestimmten Regionen oder Branchen zu heftig in Spekulationsblasen“ zu laufen“, schreibt der Mathematiker.

Das Portfolio von Andreas Beck

Um konkrete Ratschläge zu geben, wirft Andreas Beck einen Blick auf sein eigenes Portfolio und wie er durch die Corona-Krise manövriert ist. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern entwickelte der Börsenexperte 2019 das Global Portfolio One. Dabei möchte er die „Welt AG“ abbilden, also weltweit ca. 7.000 Unternehmen inkl. Nebenwerte und Schwellenländer.

Mit Hilfe von ETFs investiert Beck in diese Unternehmen. Zudem setzt er auf eine Investitionsreserve, die er mit Staatsanleihen u. a. aus Deutschland und der Schweiz abdeckt. In seiner Strategie agiert der Portfoliomanager antizyklisch. Das bedeutet, dass er den Aktienanteil erhöht, sobald die Aktienkurse stark gefallen sind.

Normalerweise setzt sich Becks Portfolio aus 80 Prozent Aktien und 20 Prozent Investitionsreserve, also Anleihen, zusammen. Ein Blick auf die Corona-Krise im vergangenen Jahr verdeutlicht das antizyklische Verhalten: Ende März 2020 erhöhte der Börsenexperte seine Aktienquote auf 90 Prozent und senkte sie Anfang Juli wieder auf 80 Prozent. Da die Welt AG ausfallsicher ist, können Anleger antizyklisch handeln, ohne ihr Risiko zu erhöhen.

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Zwei Indizes fürs Weltportfolio

Wer sein Welt AG-Portfolio selbst aufbauen und managen will, dem empfiehlt Andreas Beck auf zwei Indizes zu setzen: den MSCI All Countries World Index sowie den MSCI World Small Cap Index. Bezüglich der Investitionsreserve rät der Mathematiker als Teilbaustein zum Bloomberg Barclays Euro Government Inflation Linked Bond Index.

Weitere Informationen und Tipps finden sich im e-Book „Erfolgreich wissenschaftlich handeln“. Wer sich konkreter über Andreas Becks Analysen und das Global Portfolio One informieren will, kann sich das e-Book hier kostenlos herunterladen.

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