Branchengerücht: ETF-Pionier State Street sucht Partner für seine Vermögensverwaltung

State Street möchte offenbar seine Vermögensverwaltung ausgliedern. Dazu sollen Gespräche mit der UBS und Invesco geführt worden sein. Die Gründe! 

Der US-Finanzkonzern State Street hat offenbar eine Fusion seiner Vermögensverwaltung mit den Sparten der Schweizer Großbank UBS bzw. der US-Investmentgesellschaft Invesco geprüft. Das geht aus einem Medienbericht des Wirtschaftsdienstes Bloomberg hervor. Bloomberg beruft sich dabei auf mit dem Vorgang betraute Personen. 

State Street Global Advisors gilt mit der Auflage des ersten in den USA gelisteten ETFs im Jahre 1993 als Pionier in der ETF-Branche. Seit über 25 Jahren stehen SPDR ETFs Investoren zur Verfügung, um passive Marktsegmente effektiv und kostengünstig abzubilden. Nun sondiert der US-Finanzdienstleister den Markt nach Möglichkeiten für seine Asset-Management-Sparte.  

State Street strebt offenbar nach Größenvorteilen

State Street Global Advisors hat in den vergangenen zehn Jahren Marktanteile an den Konkurrenten Blackrock und dessen Sparte iShares als auch an Vanguard verloren, heißt es bei Bloomberg. Die Vanguard Group überholte State Street im Jahr 2015 und ist zum zweitgrößten ETF-Emittenten in den USA aufgestiegen. Die angepeilte Fusion ist wohl eine Reaktion auf den intensiven Wettbewerb unter den Vermögensverwaltern. Da die Gebühren in der Vermögensverwaltung laut Bloomberg schon länger unter Druck stehen, brauchen die Akteure eine gewisse Größe, um konkurrenzfähig zu bleiben. 

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Deshalb soll State Street Global Advisors eine Unternehmensberatung beauftragt haben, um nach möglichen Fusionskandidaten Ausschau zu halten. Es seien eine Fusion mit der Fondssparte von Invesco, aber auch mit der Vermögensverwaltung der Schweizer Bank UBS geprüft worden, heißt es bei Bloomberg. Alle betroffenen Häuser wollten sich gegenüber Bloomberg zu den Gerüchten nicht äußern.

UBS ist schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Asset-Management-Deal. Gespräche über die Zusammenlegung ihres Geschäfts mit der DWS-Einheit der Deutschen Bank, um ein europäisches Powerhouse zu schaffen, sind 2019 ins Stocken geraten, wie Bloomberg News zuvor berichtete.

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