Bundesbank-Chef Weidmann setzt auf ETFs

Viele Anleger fragen sich: Wie legt eigentlich Bundesbank-Chef Jens Weidmann sein Geld an? Die Antwort ist leicht und für jeden Privatanleger kopierbar: zwei ETFs.

Wenn einer einen guten Einblick in die Finanzmärkte hat, dann Bundesbank-Chef Jens Weidmann. Wie legt der vielleicht bekannteste deutsche Banker sein Geld an? Darauf wollte Weidmann jahrelang keine Antwort geben. Dafür gäbe es schließlich Banken und Berater. Doch nun ist dieses Geheimnis gelüftet. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Geldanlagen der Führungsriege offengelegt. Hintergrund: Es soll Transparenz darüber herrschen, an welchen Unternehmen die obersten europäischen Währungshüter beteiligt sind. Das soll dazu dienen, eventuelle Interessenskonflikte zu erkennen und zu Tage zu fördern.

Die beiden Weidmann-ETFs

Im Fall von Jens Weidmann ist die Geschichte schnell erzählt. Er besitzt zwei Finanzprodukte: Einen ETF auf den Dax und einen auf den MSCI All Country World, auch MSCI ACWI genannt. Jeder Privatanleger kann diese Strategie leicht nachmachen. Für langfristigen Vermögensaufbau bieten sich thesaurierende ETFs an und nach Möglichkeit ein ETF-Sparplan. Günstige thesaurierende Dax-ETFs sind der Xtrackers DAX UCITS ETF (WKN: DBX1DA) und der Deka DAX UCITS ETF (WKN: ETFL01).

Über den ETF auf den MSCI ACWI kommt eine enorme Streuung ins Depot. Darin sind mehr als 2.400 Unternehmen aus 23 Industrie- und 24 Schwellenländer. Der einzige ETF in Deutschland, der alle entsprechenden Unternehmen enthält, ist der SPDR MSCI ACWI UCITS ETF (WKN: A1JJTC). Optimierte ETFs sind iShares MSCI ACWI UCITS ETF USD (Acc) (WKN: A1JMDF) und Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF (WKN: A1W8SB).

Wichtig: Wenn Sie diese Strategie kopieren möchten, sollte der MSCI ACWI den deutlich größeren Anteil einnehmen. Bereits eine zehnprozentige Gewichtung des Dax würde eine deutliche Übergewichtung des heimischen deutschen Aktienmarkts darstellen. Höher sollte der Anteil nicht sein. Zum Vergleich: Im MSCI ACWI, der nach Marktkapitalisierung gewichtet ist, nimmt Deutschland einen Anteil von weniger als 2,5 Prozent ein. Nach Bruttoinlandsprodukt wäre der deutsche Anteil auch nicht wesentlich höher.

Machen Sie es wie die Norweger

Eine Kopie des Weidmann-Depots ist eine Möglichkeit, mehr Streuung gibt es jedoch mit dem Norwegischen Staatsfonds. Seit Jahren legen die Norweger ihre Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft erfolgreich an. Dabei erreichen Sie eine einzigartige Diversifikation. Sie investieren in mehr als 9.000 Unternehmen aus mehr als 70 Ländern. Etwa zwei Drittel gehen in Aktien, der Rest wandert mehrheitlich in Anleihen, ein kleiner Teil fließt dem Immobiliensektor zu. So erreichten Sie über die Jahre eine bessere Rendite als der Dax, bei geringerem Risiko. In unserem MusterportfolioNorwegischer Staatsfonds ETF“ zeigen wir Ihnen, wie Sie mit acht ETFs den Norwegern nacheifern können.