Krypto-Plattform: Deutsche Börse stoppt Coinbase-Handel

Die Deutsche Börse stoppt den Handel mit Aktien der Krypto-Handelsplattform Coinbase. Was ist passiert und wie geht es jetzt weiter?

Es ist noch nicht lange her, da startet Coinbase, eine Handelsplattform für Kryptowährungen, mit großen Erwartungen an der US-amerikanischen Börse. Bereits heute erreicht das Unternehmen einen Börsenwert von mehr als 56 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Das ist jetzt schon etwas mehr als BMW, Adidas oder Bayer auf die Waage bringen.

Doch bei aller Euphorie machte eine Meldung die Runde, welche die Freude in Deutschland zunächst etwas eingetrübt hat. Nach nur wenigen Tagen ist schon wieder Schluss. Denn die Deutsche Börse teilte mit, den Handel über die Frankfurter Börse sowie Xetra erst einmal einzustellen.

Was steckt hinter dem Börsenaus von Coinbase?

Der Grund scheint banal. Dieser sei technisch bedingt, da ein spezieller Code für die Papiere fehlerhaft angegeben wurde. Zum Hintergrund: Für jedes Wertpapier muss ein sogenannter LEI-Code – ein individueller 20-stelliger Code mit Stammdaten – vorliegen. Dieser sorgt dafür, dass jedes Unternehmen eindeutig identifizierbar ist.

Dies wiederum ist eine Voraussetzung für den Wertpapierhandel in Europa. Doch genau dieser Code wurde in Frankfurt falsch angeliefert. Jetzt muss Coinbase also „nachsitzen“ und diesen LEI-Code beantragen. Doch alles ist halb so wild, denn die Papiere lassen sich weiter problemlos über die US-Börse handeln.

Anders als beim Gamestop-Handelsstop

Der Fall mag zunächst an die Verwerfungen der Gamestop-Aktie erinnern, in deren Folge vereinzelt Broker von sich aus die Reißleine zogen und den Handel aussetzten. Der Unterschied war jedoch, dass dies eben seitens der Broker geschah. Im Fall von Coinbase reagiert aber die Deutsche Börse aufgrund eines Formfehlers.

Keine Sorgen mit ETF-Anlagen

Auch wenn die Causa „Coinbase“ am Ende halb so wild ist und Anleger nicht um ihr Geld fürchten müssen, so sind das keine angenehmen Nachrichten. Mit breiten ETFs bleiben Ihnen solche Meldungen jedenfalls erspart.

Tipp: Mit ETFs sind Sie nicht den Risiken eines einzelnen Unternehmens ausgesetzt. Achten Sie aber bei der ETF-Suche auf eine breite Streuung. Sie können sich auch an unseren Musterportfolios orientieren.