Von Katja Brauchle11. April 2022
Deutschland ist Weltmeister - beim Investieren in ETFs

Deutschland ist Weltmeister - beim Investieren in ETFs

Private Vorsorge und Geldanlage sind Themen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wie ihre Kundinnen und Kunden damit umgehen, wollte Zahlungsdienstleister Klarna mittels Studie herausfinden. Ein Ergebnis: Deutsche Investoren lieben ETFs.

Über 18.000 Verbraucherinnen und Verbraucher befragte das schwedische Unternehmen im Rahmen seiner Studie zum Thema Geldanlage. 1641 Teilnehmer davon kamen aus Deutschland, die anderen aus den USA, Großbritannien, Australien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich, Finnland, Schweden und Norwegen.  

Deutsche sind beim Geld sicherheitsbedürftig

Die Befragung zeigt: Die Deutschen sind im internationalen Vergleich eher zurückhaltend wenn es ums Investieren geht. Nur 38 Prozent der Befragten gaben an, ihr Geld zu investieren – 69 Prozent sehen ihr Geld immer noch lieber auf dem Konto. Damit liegen wir weit hinter Ländern wie Schweden, wo immerhin 56 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Geld investieren.

Und auch beim Interesse an den eigenen Finanzen liegt Deutschland nur im Mittelfeld: 65 Prozent der Befragten gaben an, sich viel mit der Thematik zu befassen. Damit liegen wir hinter Österreich mit 67 Prozent, den Niederlanden mit 69 Prozent, Norwegen mit 70 Prozent und dem Spitzenreiter Finnland, wo 76 Prozent der Befragten angaben, ein hohes Interesse an den persönlichen Finanzen zu haben.

Junge Generation ist optimistisch

Hierzu muss man wissen: Die Studie wurde durchgeführt, bevor Russland in die Ukraine einmarschiert ist, was das Ergebnis möglicherweise verändern könnte. Doch in der Befragung zeigte sich, dass über die Hälfte der Generation Z und immerhin noch 47 Prozent der Millennials ihrer finanziellen Zukunft optimistisch entgegen blicken. Bei den Babyboomern sind es gerade einmal 11 Prozent – und 27 Prozent dieser Generation geht davon aus, dass sich ihre finanzielle Lage verschlechtern wird.

Ein möglicher Grund: Während die jungen Generationen gerade am Anfang oder in der Mitte ihres Berufslebens stehen, Gehaltserhöhungen entgegenblicken können und noch ausreichend Zeit zum Sparen haben, sind viele Mitglieder der Babyboomer-Generation bereits in Rente oder stehen kurz vor dem Renteneintritt – diese Tatsache dürfte die unterschiedlichen Antworten zumindest teilweise erklären.

Deutschland setzt auf ETFs

Aber: Nirgendwo scheinen Anlegerinnen und Anleger stärker auf ETFs zu bauen als in Deutschland. 64 Prozent der befragten Teilnehmer gaben hierzulande an, mittels ETFs zu sparen. Dicht dahinter Österreich mit 58 und Schweden mit 57 Prozent.

Was dabei aber besonders auffällig war, ist die Altersgruppe der deutschen ETF-Anlegerinnen und -Anleger. Denn insbesondere die sogenannten Babyboomer und die Generation X legen ihr Geld in ETFs und anderen Fonds an. Bei der Generation X sind es 41 Prozent. Bei den 18- bis 24jährigen sind es derzeit vergleichsweise wenig mit gerade einmal 26 Prozent.

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Außerdem beliebt sind Geldanlagen in Aktien, Immobilien, Kryptowährungen, Rohstoffen und Bonds.

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