Von Jennifer Fizia26. Oktober 2021

Diese drei Vorteile von ETFs werden massiv unterschätzt

Es gibt zahlreiche Vorteile, die ETFs gegenüber anderen Anlagearten haben. Einige Vorteile bekommen allerdings weniger Aufmerksamkeit als andere. Wir stellen drei von ihnen vor und erklären, wieso es besser wäre sie nicht zu unterschätzen.

ETFs sind berechenbar

ETFs sind für Anlegerinnen und Anleger einfach zu managen. Sie müssen ihr Portfolio nicht ständig kontrollieren, denn es ist klar geregelt, nach welchen Kriterien die Wertpapiere ausgewählt und gewichtet werden. Die Anleger können sich häufiger zurücklehnen, denn ihre Indexfonds sind – im Gegenteil zu aktiven Fonds – nur dem Marktrisiko ausgesetzt.

Sie müssen sich keine Sorgen darüber machen, ob ihr Fondsmanager mit dem falschen Fuß aufgestanden ist, welche Entscheidungen bzw. Fehlentscheidungen er deswegen trifft und ob er jetzt in diesem Moment gerade kauft oder verkauft. Darüber müssen sich ETF-Anleger nicht den Kopf zerbrechen. Ihre Anlageprodukte sind einigermaßen vorherseh- und berechenbar.

Swap-ETFs

Apropos aktive Fonds und ihre Manager. Fondsmanager setzen häufig Swaps ein, um die Performance ihrer Fonds zu steigern. Ein gängiges Vorgehen, dass im ETF-Bereich allerdings häufig mit Nachteilen in Verbindung gebracht wird. Dabei bieten Swap-ETFs auch Vorteile.

Swap steht für den Austausch von Zahlungsströmen. Das Prinzip funktioniert so: Der Fonds tauscht die Entwicklung der Aktien oder Anleihen im Fonds gegen die Entwicklung des Index auf dem der ETF beruht. Der Tauschpartner ist meistens eine Bank. Sie garantiert, dass der Fonds sich im Wert genauso entwickelt wie der zugrundeliegende Index. Im Gegensatz zu physisch replizierenden Fonds, die nur in Produkte investieren, die im Index enthalten sind, können Anleger mit Swap-ETFs demnach auch in andere Werte investieren. Die synthetisch replizierenden Fonds können andere Aktien oder Anleihen enthalten als die des abgebildeten Index. Meistens wird das Verfahren bei Märkten angewendet, deren physische Replikation schwierig ist. Swap-basierte ETFs weisen einen geringeren Tracking-Error auf und oftmals auch eine niedrigere Pauschalgebühr. Anlegerinnen und Anleger sollten Swap-ETFs also ruhig im Blick haben.

ETFs sind flexibel

Börsengehandelte Indexfonds sind sehr flexibel. Der Vorteil, dass man sie während der Öffnungszeiten der Börse innerhalb von Sekunden kaufen und verkaufen kann, wird häufig ins Feld geführt. Vergessen wird dabei oft ein anderer Aspekt der Flexibilität von ETFs: die Vielseitigkeit. Man kann sie auf verschiedene Art und Weise einsetzen: Leer kaufen, verleihen, auf Margin kaufen etc. Diese Vielseitigkeit sorgt dafür, dass viele verschiedene Anleger auf ETFs setzen. Und das wiederum führt zu einer erhöhten Liquidität der einzelnen ETFs. Je mehr Anlegerinnen und Anleger in einen bestimmten ETF investieren, desto besser ist es letztlich für alle.

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