Von Redaktion10. Dezember 2021
Drei Gründe für ein Investment in die Digitale Zahlungswirtschaft

Drei Gründe für ein Investment in die Digitale Zahlungswirtschaft

Die weltweite Digitalisierung führt zu einem enormen Wachstum von digitalen Zahlungen, digitalen Währungen und digitalen Geldbörsen. Diese Entwicklung beschäftigt nicht nur Akteure, die bereits in diesen Sektoren aktiv sind, sondern auch Zukunftspioniere, die innovative Lösungen für die Digitale Zahlungswirtschaft von morgen anbieten.

Der Übergang zum digitalen Zahlungsverkehr ist ein breit angelegter, langfristiger und vor allem globaler Trend. Er entwickelt sich in rasantem Tempo, und im Gegensatz zu vielen säkularen Trends der Vergangenheit sind es in diesem Fall eher die Schwellenländer als die westlichen Industrieländer, die Innovation und Wachstum vorantreiben. Ein Investment in die neue digitale Zahlungswirtschaft birgt zudem einen defensiven Charakter – denn in jedem Land der Welt und in jeder Phase des Konjunkturzyklus verdrängen digitale Transaktionen traditionelle Zahlungsmittel und Bargeld.

Unbeeinträchtigt von Einschränkungsmaßnahmen durch die Pandemie bleiben die Wachstumstreiber dieser Branche beständig und profitieren mitunter von der raschen Einführung digitaler Geldbörsen bis hin zum Anstieg des elektronischen Handels. Fünf Unternehmen aus fünf Subsektoren nehmen hier eine führende Rolle ein:

Kartenzahlungsnetze

Visa

Das 1958 gegründete multi-nationale US-Finanzdienstleistungsunternehmen betreibt ein globales Zahlungsnetz, das 53 Millionen Händler mit 3,4 Milliarden Karten weltweit verbindet. Mithilfe seiner starken Marktposition kann Visa eine beträchtliche Rentabilität gewährleisten – derzeit liegt die operative Marge bei 66 Prozent. Visa hat Partnerschaften mit Kryptowährungs-Wallets und Börsen geschlossen, um die Kaufmöglichkeiten und die Akzeptanz für Kunden und potentielle Kunden zu verbessern.

Verbraucher können beispielsweise mit ihrer VISA Coinbase *-Karte Zahlungen durch ihr Kryptowährungsguthaben finanzieren. Visa dürfte weiterhin wettbewerbsfähig positioniert sein und bei der Einführung neuer und innovativer Zahlungstechnologien eine zentrale Rolle spielen.

Pioniere der digitalen und kryptobasierten Zahlungswirtschaft

Coinbase

Der 2012 gegründete US-amerikanische Handelsplatz für Kryptowährungen ging erst vergangenes Jahr an die Börse. Inzwischen listet Coinbase rund 50 Kryptowährungen und erzielt einen erheblichen Teil seiner Einnahmen (90 Prozent im Jahr 2020) aus Transaktionsgebühren für Handels- und Speicherdienste.

Kürzlich wurde die Coinbase Card eingeführt, mit der Verbraucher Zahlungen über eine Debitkarte vornehmen können, die durch ihr Kryptowährungsguthaben finanziert wird. Die Gesamtzahl der Nutzer stieg von 35 Millionen im Jahr 2020 auf 56 Millionen im Jahr 2021. Diese Entwicklung wird Experten zufolge das Ertragswachstum weiter vorantreiben.

Anbieter für Zahlungsinfrastruktur

Bill.com

Bill.com ist ein in Kalifornien ansässiger Anbieter von Cloud-Software, der Back-Office-Finanzgeschäfte für kleine und mittlere Unternehmen automatisiert. Seit seinem Börsengang 2019 und der Übernahme von Divvy und Invoide2Go 2021 für 2,5 Milliarden bzw. 625 Millionen US-Dollar bedient Bill.com über 350.000 Unternehmen und nutzt künstliche Intelligenz, um seine Services zu beschleunigen.

Das Unternehmen unterhält Partnerschaften mit führenden US-Banken und Anbietern von Buchhaltungssoftware. Für die Kunden bedeutet dies schnelle Zahlungsprozesse und eine nahtlose Integration in ihre bestehenden Zahlungssysteme.

Zahlungsabwickler

Shift4

Das 1999 gegründete US-amerikanische Unternehmen hat sich auf die Zahlungsverarbeitung spezialisiert und ging im Juni 2020 an die Börse. Es erarbeitet Zahlungen für über 200.000 Unternehmen in den Bereichen Einzelhandel, Gastgewerbe, Freizeit und Restaurants – alle gut gerüstet für Wachstum, nachdem sich die Weltwirtschaft aller Voraussicht nach weiter von den Abriegelungen erholen wird.

So kündigte Shift4 im November eine neue Partnerschaft mit Starlink von SpaceX an. Analysten taxieren den Unternehmenswert, der sich durch Abonnementzahlungen ergeben könnte, bei 100 Milliarden US-Dollar.

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Anbieter von Zahlungsdiensten und -lösungen

Green Dot

Green Dot ist ein 1999 gegründetes US-amerikanisches Fintech- und Bankholding-Unternehmen. Der Start erfolgte als Pionier für Prepaid-Debitkarten. Mittlerweile ist Green Dot zum größten Unternehmen (nach Marktkapitalisierung) in diesem Bereich gewachsen.

Partnerschaften mit Apple, Uber und Amazon ermöglichen es, Banking-as-a-Service (BaaS)-Produkte und regulierte Bankschienen für Produkte wie Apple Cash anzubieten. Sein digitales GO2-Bank-Wallet soll US-Bürgern, die keine Bankverbindung haben, den Zugang zu einfachen und erschwinglichen Bankoptionen ermöglichen. Green Dot transferiert auch direkte Einzahlungen, wie etwa Sozialversicherungsbeiträge von der US-Regierung, auf persönliche Bankkonten. Mit dem zweigleisigen Geschäftsmodell und der breit gefächerten Produktpalette ist Green Dot für Innovation und weiteres Wachstum gut gerüstet.

Neue Investmentmöglichkeit in die Digitale Zahlungswirtschaft: Der Digital Payments Economy UCITS ETF (WKN: A3CN9T) von Rize ETF.

Rize Digital Payments Economy UCITS ETF

WKN: A3CN9T ISIN: IE00BLRPRQ96
Kurs 3,01 €
Kosten (TER) 0,45 %
Fondsvolumen 5 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -6,48 %
Lfd. Jahr -21,97 %
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Über den Autor: Rahul Bhushan

Rahul Bhushan ist Mitgründer des Vermögensverwalters Rize ETF