ETFs werden für Deutsche seit Corona immer attraktiver

Sparbuch & Co. sind out. ETFs sind die einzige Anlageform, die bei den Deutschen aktuell immer beliebter wird. Was steckt dahinter? 

ETFs sind die einzige Anlageform in Deutschland, die seit Ausbruch der Corona-Krise an Attraktivität hinzugewonnen hat. Das ergab eine Umfrage des Berliner Online-Vermögensverwalters Quirion (► Zum Testbericht). Die Befragung unter mehr als 2000 Teilnehmern zielte darauf ab, die Einstellung der Deutschen zum Thema Geldanlage vor und nach Ausbruch von Corona zu vergleichen. Ein zentrales Ergebnis: Viele Deutsche entdecken mehrheitlich den Kapitalmarkt für sich.

Während jedoch Einzelaktien und klassische Investmentfonds an Attraktivität einbüßten, sehen immer mehr Deutsche ETFs als attraktive Geldanlage. „Die Menschen haben ganz eindeutig ETFs für sich entdeckt“,  fasst Quirion-Geschäftsführer Martin Daut das Ergebnis zusammen. 

Sparprodukte wie Tagesgelder, Festgelder, Bausparverträge oder Lebensversicherungen büßten hingegen eindeutig an Bedeutung ein. Aufgrund der Nullzinsphase hatten diese bei den Deutschen bereits vor Corona einen schweren Stand. Als besonders unattraktiv nehmen die Deutschen das Sparbuch wahr. 

Die mit Abstand beliebteste Anlageform ist nach wie vor die betriebliche Altersvorsorge. Investmentfonds und Einzelaktien folgen auf den Plätzen zwei und drei. Jedoch konnten alle drei Anlageformen bei den Anlegern während der Coronapandemie keinen Bedeutungszuwachs erzielen. ETFs hingegen, die momentan auf Platz vier der Beliebtheitsskala rangieren, legten leicht zu. 

ETFs passen zum Wunsch nach Sicherheit

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist: Anleger scheuen seit Corona noch mehr das Risiko. Gut 61 Prozent gaben an, bei der Geldanlage stärker auf Sicherheit zu setzen. Dies mutet zunächst wie ein Widerspruch zum ETF-Ergebnis an. Allerdings nur auf den ersten Blick: Schließlich erhöhen ETFs aufgrund ihrer breiten Streuung die Sicherheit für die Anleger, wenn sie an der Börse investieren. So hätten auch viele Kunden von Quirion den Corona-Crash gezielt zum Einstieg an der Börse genutzt, sagt Quirion-Chef Martin Daut. 

Mehr als ein Drittel der Befragten gab in der Umfrage an, sie beschäftigten sich nun in der Corona-Krise verstärkt mit dem Thema Geldanlage. Trotz des Strebens nach Sicherheit sind viele Anleger nicht bereit, auf Rendite zu verzichten: Nur knapp 20 Prozent stimmten der Aussage zu, Rendite spiele für sie eine geringere Rolle. 

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