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ETFs werden immer günstiger

ETFs gelten als besonders kostengünstiges Finanzinstrument, um breit gestreut in alle wichtigen Finanzmärkte investieren zu können. Der immer härter werdende Konkurrenzkampf zwingt die Anbieter, ihre Produkte noch günstiger als die Mitbewerber anzubieten. Nach einer Untersuchung von Morningstar kosten Aktien-ETFs im Schnitt nur noch 0,36 Prozent, für Renten-ETFs wird eine jährliche Gesamtkostenquote von 0,21 Prozent fällig. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Morningstar.

Starker Preiskampf in den vergangenen 18 Monaten

Besonders günstig sind danach ETFs auf Basiswerte liquider Märkte wie Europa und Nordamerikas. Hier muss der Anleger gerade einmal im Schnitt 0,20 Prozent zahlen. Rund doppelt so teurer sind hingegen Produkte auf Schwellenländer (0,40 Prozent). In den vergangenen 18 Monaten kam es dabei deutliche Preisnachlässe. „So legte JPMorgan Asset Management – ein Neuling am ETF-Markt in Europa – im März den JPM BetaBuilders US Equity ETF (WKN: A2PEJW) auf. Der Standardwerte-ETF weist Gesamtkosten von nur 0,04 Prozent auf. Bereits ein Jahr zuvor hatte Lyxor mit zwei ETFs die Schwelle von fünf Basispunkten unterboten. Die Lyxor Core Morningstar US (DR) ETF (WKN: LYX0YB) und Lyxor Core Morningstar UK (DR) ETF (WKN: LYX0YA) geben Anleger einen diversifizierten Zugang zu amerikanischen und britischen Standardwerten, und sie kosten ebenfalls nur jeweils 0,04 Prozent pro Jahr“, berichtete Ali Masarwah von Morningstar.  Eine Offensive in großem Maßstab habe zudem der französische ETF-Anbieter Amundi in diesem Jahr gestartet, der gleich neun Aktien- und Renten-ETFs auf den Markt gebracht habe, die jeweils nur fünf Basispunkte koste. „Auch Legal & General legte 2018 zwei ETFs auf, die einen Zugang zum breiten US- und britischen Aktienmarkt für jeweils nur 0,05 Prozent bieten“, so Masarwah weiter.

Nachhaltigkeits-ETFs immer billiger

Einen deutlichen Preisverfall sieht Morningstar zudem bei Nachhaltigkeits-ETFs. Als Beispiele nennt er dabei  den iShares MSCI USA ESG Screened UCITS ETF (WKN: A2N6TB), der nur 0,07 Prozent kostet sowie den iShares MSCI USA ESG Enhanced UCITS ETF (WKN: A2PDNU) mit einer Gesamtkostenquote von 0,10 Prozent.  Auch die UBS und Deutsche Bank (Xtrackers) hätten mit dem UBS ETF S&P 500 ESG (WKN: A2PEZ8) bzw. dem Xtrackers ESG MSCI USA UCITS ETF (WKN: A2JHSH) zwei US-Nachhaltigkeitsprodukte auf den Markt gebracht, die mit 12 bzw. 15 Basispunkten höchst kompetitiv gepreist seien. 

Es geht noch günstiger

Und der Preiskampf könne noch an Härte zunehmen, wie der amerikanische Markt zeige. So habe Salt Financial einen ETF auf den Markt gebracht, der Anlegern 50 Cents pro 1.000 angelegte Dollar zahle, wenn sie in den Salt Low TruBeta US Market Fund investierten. 

Günstigste Aktien-ETFs bis zu einer TER von 0,05 Prozent (ab AUM über 50 Millionen Euro)