Faktencheck: Das ist wirklich dran an den Argumenten der Crash-Propheten

Die sogenannten Crash-Propheten polarisieren. Doch was ist dran an ihren Argumenten? Wir haben ihre gängigsten Thesen gründlich überprüft – und ordnen den Wahrheitsgehalt sachlich ein.

Warnungen vor Crash-Szenarien, Systemzusammenbrüchen, Hyperinflation und dem Scheitern des Euro – das sind die Themen der sogenannten Crash-Propheten. In diversen Medien werden in diesem Kontext immer wieder dieselben Namen genannt. Dirk Müller wird oftmals in diese Kategorie eingeordnet, aber auch beispielsweise Bestsellerautor Marc Friedrich. In den sozialen Netzwerken verfügen beide über gewaltige Reichweiten.

Youtube-Videos mit ihnen erreichen oftmals sechsstellige Klickzahlen, ihre Bücher werden zu Bestsellern. Wenn man allerdings in Wirtschaftsmedien oder sonstigen Publikationen über Dirk Müller und Co. liest, schwingt nicht selten ein kritischer Unterton mit. Auch viele Vertreter der klassischen Finanzindustrie rümpfen bei Crash-Propheten schnell die Nase.

Die oftmals sehr pointiert vorgetragenen Argumente abseits der vermeintlichen Mehrheitsmeinung stoßen vielen Vertretern aus Medien und Finanzmarkt sauer auf. Der Vorwurf lautet dann schnell: Marktschreierei, um Bücher, Seminare oder Fondsanteile zu verkaufen. Doch was ist eigentlich dran an den Argumenten von Dirk Müller und Co.? Können Anleger womöglich mehr mitnehmen, als Kritiker glauben? Wir haben die gängigsten Thesen der Crash-Propheten einem Faktencheck unterzogen und versuchen, ihren Wahrheitsgehalt frei von jedweder Ideologie ausgewogen einzuordnen.

These 1: Die Geldschwemme der Notenbanken sorgt für Hyperinflation.

Spätestens seit der großen Finanzkrise sind die Notenbanken in den Fokus der Crash-Propheten gerückt. Durch ihre Politik des billigen Geldes und der massiven Ausweitung der Geldmenge würden EZB, Fed und Co. die Marktmechanismen des Geldsystems aushebeln und so zu Preisblasen an Immobilien- und Aktienmärkten befeuern. Zudem drohe durch die jahrelange Politik des ultrabilligen Geldes eine Hyperinflation. Diese wird laut Markus Krall, dem Chef des Edelmetallhändlers Degussa, bereits im laufenden Jahr eintreten und die Ersparnisse der „kleinen Leute“ massiv entwer...

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