Finvesto senkt Transaktionsgebühren bei ETF-Sparplänen

Finvesto senkt Transaktionsgebühren bei ETF-Sparplänen

Wer Kunde von Finvesto ( Zum Testbericht) ist, darf sich über günstigere Transaktionskosten beim Handel mit ETFs und ETF-Sparplänen freuen.

Für Finvesto ( Zum Testbericht)-Kunden sind ETF-Transaktionen seit 1. April 2019 deutlich günstiger. Möglich macht das der Verzicht auf sogenannte Additional Trading Costs (ATC).

Das sind zusätzliche Gebühren, die neben der Ordergebühr anfallen. Da Fondsplattformen aufgrund ihrer bestehenden Abwicklungsprozesse meist nur den täglichen Handel zum NAV anbieten, müssen auch ETF-Anteile über diesen Weg bezogen werden. Da der Market-Maker die ETF-Anteile dann aber zum Nettoinventarwert abrechnen muss, würde er seine Aufwände, die er beim Börsenhandel sonst über den Spread verdient, bei diesen Geschäften nicht erstattet bekommen. Aus diesem Grund berechnet der Market-Maker eine zusätzliche Gebühr – die Additional Trading Costs (ATCs).

Verzicht auf ATC-Gebühren

Finvesto verzichtet seit 1. April 2019 darauf, diese Gebühr zu erheben. Bei einer durchschnittlichen ATC in Höhe von 0,25 Prozent werden ETF-Transaktionen so wesentlich günstiger. Hintergrund: Bei ETFs erfolgt die Abrechnung der Order zum Marktpreis (Kauf- bzw. Verkaufskurs des Market-Makers) zuzüglich bzw. abzüglich eines ETF-Transaktionsentgelts. Dadurch entfallen die Transaktionsentgelte der Abwicklungsstelle, also die Gebühren im Rahmen der ATC.

Der Handel der ETFs wird nun ausschließlich über einen sogenannten Market-Maker vollzogen. Ein Market-Maker ist ein Marktteilnehmer, der durch den Kauf und Verkauf großer ETF-Bestände für ausreichende Liquidität sorgt und ein reibungsloses Funktionieren der Finanzmärkte gewährleistet. Somit gehen die Aufträge der Finvesto-Kunden nicht an die Börse. 

Das Angebot richtet sich dabei weiterhin an Anleger und nicht an Day Trader, da die Orders auch zukünftig nur einmal täglich ausgeführt werden. „Mit der Umstellung auf ein Marktpreismodell und der Abkehr von den Additional Trading Costs konnte das Angebot dem Kundenwunsch entsprechend deutlich verbessert werden“, ergänzt Geyer.

Interessant dürfte für Kunden auch die angekündigte Ausweitung des ETF-Spektrums sein. „Wir planen, das Angebot kurzfristig auf knapp 650 ETFs zu vergrößern, mittelfristig ist es das Ziel, rund 1.300 ETFs über ebase handeln zu können“, präzisiert Geyer. Neben der größeren Produktvielfalt wird auch die Zahl der ETF-Anbieter mehr als verdoppelt werden. So werden zusätzlich zu den bisher fünf ETF-Anbietern zukünftig auch ETFs von Amundi, Invesco, State Street, UBS und Vanguard bei ebase handelbar sein.

Für das gesamte ETF-Universum stehen die Möglichkeiten für Einmalanlagen und Spar- sowie Entnahmepläne zur Verfügung. Auch das Angebot zum VL-Sparen mit ETFs, was in Deutschland aktuell ausschließlich von ebase direkt oder über Kooperationspartner angeboten wird, profitiert von der Umstellung, wobei die bereits heute sehr große ETF-Auswahl noch weiter wächst. 

Gebühren vor- und nach der Änderung

Ein Beispiel, wie es bei ETF-Sparplänen zuvor war:

Bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro fiel ein Transaktionsentgelt in Höhe von 0,20 Prozent plus eine ATC-Gebühr von beispielsweise 0,25 Prozent an. Das ergibt eine Gesamtbelastung von 23 Cent im Monat bzw. 2,70 Euro im Jahr.

Ohne ATCs sieht die Rechnung anders aus:

Auf die 50 Euro Sparrate werden nun lediglich 0,20 Prozent Gebühren verlangt. Das ergibt bei monatlicher Betrachtung einen Obolus von zehn Cent, auf ein Jahr gerechnet ergibt sich ein Betrag von 1,20 Euro.

Übrigens: Auch die Onvista Bank ( Zum Testbericht) hat das Gebührenmodell bei ETF-Sparplänen geändert. Zum 1. Juni wird es dort keine gebührenfreien Sparpläne mehr geben.

Lesetipp: In unserem Wissen-Bereich finden Sie detaillierte Hintergründe über Additional Trading Costs (ATC).