ESG-ETFs

Francois Millet/Lyxor: „ESG-ETFs stehen in Portfolios im Mittelpunkt“

Am europäischen Finanz-Markt nimmt die Nachfrage nach ESG-ETFs zu. Darauf weist Francois Millet, Leiter ETF und Indexentwicklung bei Lyxor Asset Management, hin. „Die Gewichtung von ETFs anhand von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien ist in Europa mit nur 1,5 Prozent  des weltweiten ETF-Marktes noch begrenzt (Daten Ende Oktober). Das Segment gewinnt jedoch an Tempo“, so Millet weiter.  So seien in diesem Jahr bis Ende Oktober 3,1 Mrd. Euro in entsprechende ETFs geflossen. Das entspreche sieben Prozent der gesamten Mittelzuflüsse am ETF Markt in 2018. Zum Vergleich: im vergangenen Jahr hätten die Mittelzuflüsse in ESG ETFs insgesamt 2,2 Mrd. Euro betragen.

Bei ESG-ETFs überwiegen Aktienfonds

Mit Blick auf das Gesamtvermögen nachhaltiger ETFs am europäischen Markt stecke das meiste Geld (69 Prozent) in Aktienfonds, welche auf allgemeinen Kriterien internationaler ESG-Ratings beruhten. 16 Prozent des Vermögens sei in ESG Themenfonds, vier Prozent in Low-Carbon-Fonds und elf Prozent in nachhaltigen Anleihe-ETFs investiert.

Triebfedern von ESG-ETFs: steigendes ökologisches Gewissen, Risikomanagement und regulatorische Entwicklungen

„Die Grundlagen, auf denen passives Management aufgebaut ist – Transparenz, Zugänglichkeit, begrenzte Verwaltungsgebühren – machen ETFs besonders für sozial verantwortliche Anlagen geeignet“, berichtet der Lyxor-Experte. Mit einer stärkeren Berücksichtigung künftiger Herausforderungen wollten nun alle Arten von Investoren ESG-Lösungen in ihre Portfolios oder Einsparungen einbeziehen. Privatkunden und Private Banking-Kunden  – insbesondere der jüngeren Generation –  würden diesem Thema große Bedeutung beimessen. „Ob als künftige Nutznießer oder Sparer: Millennials sind die Gruppe, die am meisten von verantwortungsbewussten Investitionen angezogen wird und diejenige, die am meisten solche ETFs bevorzugt. Auch institutionelle Anleger zeigen Interesse an verantwortungsbewusstem Investment, um die Erwartungen der Begünstigten zu erfüllen, das langfristige Risiko besser zu managen und die regulatorischen Entwicklungen einzuhalten“. so Millet abschließend.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserem Anlageleitfaden.