Gerd Kommer: „Das Konzept der Sachwertanlage ist inhaltsleer oder sogar falsch"

Auf dem Kapital-Gipfel in München präsentieren sich am 22. März 2019 ab 9:00 Uhr Top-Referenten und informieren über den Weg zur perfekten Geldanlage. Wir haben im Vorfeld mit Gerd Kommer, dem Autor des Buches „Souverän Investieren mit Indexfonds und ETFs“ gesprochen. Wofür er 2016 mit dem Deutschen Finanzbuchpreis prämiert wurde.

Herr Kommer, Ihr Vortrag auf dem Kapital-Gipfel lautet: „Das Konzept der ´Sachwertanlage´: Irrungen und Wirrungen“. Welche Fragen oder Problemfelder werfen Sie dabei auf?

Im Zusammenhang mit Diskussionen um Staatsverschuldung und Inflationsschutz wird die Bezeichnung Sachvertanlage von der etablierten Finanzbranche, den Medien, von Ratgeberbuchautoren und von Finanzbloggern seit ein paar Jahren inflationär gebraucht und zwar dahin gehend, dass Sachwerte oder Sachwertanlagen in Krisenzeiten einen irgendwie besonderen Vorteil bei Risiko und Rendite vor Nichtsachwertanlagen böten.

Sind Sie der Meinung, dass es diesen Vorteil nicht gibt?

In meinem Vortrag versuche ich zeigen, dass das Konzept der Sachwertanlage letztlich inhaltsleer oder sogar falsch ist. Das Konzept bringt rationale Anleger, die für sich Rendite und Risiko optimieren wollen, nicht weiter. Es lenkt von den tatsächlich wichtigen Aspekten nur ab. Wenn man langfristig erfolgreich investieren will, ist es zuallererst einmal wichtig möglichst wenig Fehler zu machen. Wenig Fehler machen beginnt damit, falsche oder nutzlose Konzepte zu erkennen und in der Folge in der eignen Anlagepraxis zu ignorieren. Dabei möchte mein Vortrag helfen.

Fällt das Wort Sachwerte, denken viele an Immobilien und Gold. Wie stehen Sie zu diesen Anlageklassen und gibt es vielleicht bessere Alternativen?

Ja, Gold und Immobilien werden zu den Sachwerten gezählt. Immobilien sind selbstverständlich eine relevante Asset-Klasse – allerdings gewiss nicht, weil sie Sachwertanlagen sind. Gold ist eine eher ambivalente Asset-Klasse. Für diejenigen, die sich zuallererst einmal an empirischen Daten, also an Fakten orientieren, stellt Gold eine ziemlich unattraktiven Rendite-Risiko-Kombination dar. Aber für viele Gold-Bugs ist Gold halt ein Teil ihrer Weltanschauung. Dann zählen empirische Daten nicht mehr viel. Im Vortrag gehe ich auf Gold und Immobilien ebenfalls ein.

So können Sie am Kapital-Gipfel teilnehmen!

Tickets gibt es für 149 Euro (Einzelticket) bzw. 269 Euro (Partnerticket). Im Ticketpreis enthalten ist die Tagesverpflegung und der Eintritt. Schnell sein lohnt sich: Sparen Sie mit dem Werbecode „extra-magazin“ bares Geld. Sichern Sie sich bis zum 10. März 2019 Tickets mit einem Rabatt in Höhe von 20 Prozent.

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Übrigens: Auch andere Referenten des Kapitalgipfel hat das Extra-Magazin bereits im Vorfeld interviewt. So beispielsweise Stefan Obersteller (Geldbildung.de)Albert Warnecke (Finanzwesir), Christian W. Röhl (Dividendenadel), Thomas Rappold (Silicon Valley Investing) sowie weitere.