Investmentthemen: Gesundheit und Biotechnologie

Keine andere Branche steht seit Monaten mehr im Zentrum der Medienöffentlichkeit als der Gesundheitssektor und die Biotechnologie. 

„Neun Zehntel unseres Glücks beruhen allein auf der Gesundheit. Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses: Hingegen ist ohne sie kein äußeres Gut, welcher Art es auch (sei), genießbar“, das wusste schon der 1788 in Danzig geborene deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer. In die gleiche Richtung geht ein anderes, weit bekannteres von ihm überliefertes Zitat: „Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Wer mag wohl diesem weisen Spruch, der mittlerweile als geflügeltes Wort in die Alltagssprache einfloss, in Zeiten des Coronavirus widersprechen? Schließlich opferten und opfern noch weite Teile der Weltbevölkerung für die Gesundheit einen Großteil ihrer sonst gewohnten Freiheit. Und alle Hoffnung der Menschen beruht derzeit auf dem Gesundheitssektor und der Biotechnologie, entsprechende Medikamente und Impfstoffe gegen das neue Virus zu entwickeln.

Weltweit stehen derzeit die Pharmaunternehmen im Wettstreit und arbeiten fieberhaft an der Entwicklung eines geeigneten Präparats. „Laut einer Datenbank der Weltgesundheitsorganisation wurden bis zum 19. März weltweit mehr als 1.500 Arbeiten und Artikel über das Coronavirus veröffentlicht. Ein solches Forschungsvolumen und der rasche Fortschritt in den verwandten Technologien ist ermutigend bei unserer Suche nach einem neuen Impfstoff und könnte auch die Zeit bis zur Markteinführung eines solchen Impfstoff s drastisch verkürzen: Die WHO rechnet mit etwa 18 Monaten – ein enormes Tempo, wenn man die durchschnittliche Entwicklungszeit von etwa 10,7 Jahren betrachtet“, berichtete das Research-Team des ETF-Emittenten L&G.

Corona-Impfstoff nicht mehr in 2020 zu erwarten

Trotz aller Fortschritte ist die Entwicklung eines geeigneten Impfstoffes in diesem Jahr jedoch nicht mehr zu erwarten, frühestens ab 2021. Da dieser somit für die derzeitige Coronapandemie nicht zum Einsatz kommt, fokussieren sich viele Unternehmen auf bereits schon zur Verfügung stehende antivirale Medikamente, die bereits gegen Ebola, HIV, Hepatitis C, SARS oder MERS eingesetzt wurden. Hoffnung setzt man dabei auch auf sogenannte Immunmodulatoren oder Medikamente gegen Lungenerkrankungen. Als am erfolgversprechendsten gilt das Medikament Remdesivir, welches von Gilead Sciences u...

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