Vergangene Woche verzeichneten physisch hinterlegte ETPs auf Gold mit mehr als 106 Mio. USD die höchsten Zuflüsse seit 17 Monaten, berichtete Bernhard Wenger, Vertriebsleiter von ETF Securities für Europa.

“Angesichts der vielen andauernden geopolitischen Risiken und des Zahlungsausfalls Argentiniens suchen viele Investoren eine Absicherung ihres Portfolios. Sie investieren daher wieder verstärkt in Gold”, so die Begründung. Die anziehende US-Konjunktur mit einem Wachstum von zuletzt rund 4 Prozent, verbesserte Wirtschaftsdaten aus China kombiniert mit einer andauernden geldpolitischen Unterstützung im Euroraum würden zudem die Rohstoffpreise, insbesondere für Metalle, in den kommenden Monaten weiterhin unterstützen.

“Kurzfristig nutzen Investoren dagegen vor allem die niedrigen Preise bei Weizen und Mais. ETPs auf Weizen mit und ohne Hebel verzeichnen so bereits seit 11 bzw. 12 Wochen Zuflüsse und auch in den ETFS Corn steckten Anleger so viel Mittel wie zuletzt im März.” “Beim US-Dollar sei eine weitere Aufwertung insbesondere gegenüber dem Euro wahrscheinlich. Denn die anziehende US-Konjunktur spiegele sich voraussichtlich auch in den Produktionsdaten nieder, die diese Woche veröffentlicht würden. Im Euroraum seien die Preise dagegen zuletzt um lediglich 0,4 Prozent gestiegen, was Sorgen vor einer Deflation nähre.