Von Thomas Brummer19. Januar 2022
Immer mehr Deutsche werden zu Aktionären – bist du auch schon an der Börse?

Immer mehr Deutsche werden zu Aktionären – bist du auch schon an der Börse?

Die Deutschen treibt es an die Börse. Das ist eine gute Nachricht. Wenn du auch damit liebäugelst, dann sind ETFs die erste Wahl.

Mehr als zwölf Millionen Deutsche waren im vergangenen Jahr in Aktien, Aktienfonds oder ETFs investiert, wie die jüngst veröffentlichten Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts zeigen. Die genaue Zahl liegt bei 12,1 Millionen, was dem dritthöchsten Stand der Erhebungen entspricht. „Die Menschen in Deutschland setzten auch 2021 weiter auf Aktien und Aktienfonds. Das Vertrauen in Aktien ist ungebrochen. Nach dem starken Anstieg im Jahr 2020 haben sich die Aktionärszahlen auf hohem Niveau stabilisiert. Rund jeder Sechste ist am Aktienmarkt engagiert. 2021 war also erneut ein gutes Jahr für die Aktienkultur in Deutschland“, sagt Christine Bortenlänger, Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts.

Unterschiedliche Reaktionen auf die Börse 2021

Die starke Kursentwicklung an den Börsen im Jahr 2021 hat viele Aktiensparerinnen und Aktiensparer motiviert, beim Thema Aktienanlage am Ball zu bleiben. Andere haben dagegen Gewinne mitgenommen, was den leichten Rückgang bei den Aktionärszahlen erklären kann. Potenzielle Neueinsteiger zögerten unter Umständen mit dem Schritt an die Börse, weil sie glaubten, den „richtigen“ Einstiegszeitpunkt verpasst zu haben.

Diesen optimalen Einstiegszeitpunkt wird man aber nie erwischen. Wer also immer nur drauf wartet, wird den Einstieg nie schaffen und Zuschauer bleiben. Ein guter Einstieg ist über ETF-Sparpläne möglich. Mit ETFs kannst du breit gestreut und günstig in den weltweiten Aktienmarkt investieren.

Frauen scheuen (noch) die Börse

Von den 12,1 Millionen Aktienbesitzern sind rund ein Drittel Frauen. Das sind gut vier Millionen Aktiensparerinnen. Der geringere Frauenanteil zieht sich durch alle Altersklassen. Dabei handelt es sich um ein Phänomen, das sich auch in den Vorjahren beobachten lässt. „Nach wie vor nutzen zu wenige Frauen die Chancen der Aktienanlage“, stellt Bortenlänger fest und fordert: „Reden wir mehr über Geld – und das ganz besonders mit unseren Müttern, Töchtern und Enkelinnen. Das fördert das Interesse an den eigenen Finanzen und der Aktienanlage im Speziellen.“

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Bei der Anlageform dominieren bei beiden Geschlechtern Aktienfonds und aktienbasierte ETFs. 66 Prozent der Anlegerinnen und 53 Prozent der Anleger setzen ausschließlich auf Investmentfonds. Die Direktanlage wird stärker von Männern genutzt: 28 Prozent der Aktienanleger investieren in Einzelaktien, aber nur 22 Prozent der Aktienanlegerinnen. Zwölf Prozent der Aktiensparerinnen und 19 Prozent der Aktiensparer besitzen Einzelaktien, Aktienfonds und aktienbasierte ETFs. Von Einzelaktien raten wir jedoch grundsätzlich ab. Hier gibt es enorme Risiken. Nutze stattdessen lieber breite ETFs. Dazu kannst du unsere ETF-Suche und die ETF-Empfehlunglisten nutzen.

DAI nimmt Politik in die Pflicht

Aktienanlagen mit ihren attraktiven Erträgen sind für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge unverzichtbar. „Damit noch mehr Menschen davon profitieren, muss die neue Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Aktienanlage weiter verbessern“, fordert Bortenlänger. „Veräußerungsgewinne bei Aktien sollten nach dem Ablauf einer Haltefrist steuerfrei gestellt und Aktien zu einem festen Baustein der Altersvorsorge gemacht werden. Die neue Regierung hat jetzt die Chance, die Altersvorsorge in Deutschland mit einem Ansparverfahren mit Aktien zukunftsfest aufzustellen. Das hilft, das Auskommen der Menschen im Alter zu sichern und die Rente generationengerecht zu gestalten“, unterstreicht sie. Diese Forderungen können wir von extraETF nur bekräftigen.

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