iShares mit ersten ETFs auf schwankungsarme nachhaltige Aktien

ETF-Bramchenprimus iShares legte über Xetra und Börse Frankfurt die ersten in Deutschland handelbaren ETFs auf schwankungsarme nachhaltige Aktien auf. 

Mit dem iShares Edge MSCI Europe Minimum Volatility ESG UCITS ETF (ISIN:  IE00BKVL7D31) investieren Anleger unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien und Volatilitätsrisiken in eine Auswahl von Aktien aus 15 westeuropäischen Ländern.  Abgebildeter Referenzindex ist der MSCI Europe Minimum Volatility ESG Reduced Carbon Target Index. Aus dem Aktienuniversum des MSCI Europe-Index werden dabei zunächst Unternehmen ausgesucht, die ESG-Kriterien wie Ausschluss von Glücksspiel, Waffen oder Tabak erfüllen. Insbesondere wird aber auf einen möglichst geringen CO2-Ausstoß geachtet. Anschließend werden Aktien unter Nutzung einer Minimum-Volatilitätsstrategie herausgefiltert, um die Schwankungsintensität des Portfolios zu minimieren.

180 schwankungsarme nachhaltige europäische Aktien

Der ETF umfasst aktuell 180 europäische Aktien vorwiegend aus Großbritannien (20,14 Prozent), der Schweiz (19,41 Prozent), Frankreich  (12,23 Prozent) und Deutschland (11,34 Prozent). Stark darin vertreten sind Unternehmenspapiere aus den Sektoren nichtzyklische Konsumgüter, Finanzen und Gesundheitsversorgung. Zu den Top-Positionen zählen Roche Holding, Swisscom, Nestle, Givaudan und Novartis.  Der ETF bildet den Index physisch ab, per Wertpapierleihe wird ein Zusatzertrag von 0,04 Prozent pro ETF-Anteil erwirtschaftet. Erträge wie Dividenden (aktuell 3,09 Prozent) werden thesauriert.  Die Gesamtkostenquote des ETF beträgt 0,25 Prozent. Das derzeitig durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis der im Index vertretenen Aktien beträgt 17,64.

Rund 300 schwankungsarme nachhaltige globale Aktien

Der ebenfalls neu aufgelegte iShares EDGE MSCI World Minimum Volatility ESG UCITS ETF (WKN: A2PY8C): bietet breit gestreuten Zugang zu Aktien einer Vielzahl von Unternehmen aus Industrieländern mit internationalem Geschäft und vergleichsweise niedriger Volatilität. Der ETF umfasst 296 globale Aktien. Ähnlich wie im MSCI World sind hier die USA mit knapp 60 Prozent überproportional im Index vertreten, gefolgt von Aktien aus Japan, der Schweiz und Kanada. Zu den Top-Positionen zählen die Unternehmenspapiere von Newmont, NTT Docomo sowie Nextera Energy. Die Gesamtkostenquote ((TER) beläuft sich auf 0,30 Prozent. Es handelt sich um die nachhaltige Variante des iShares EDGE MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF (WKN: A1J781). .

Nachhaltige Alternative zum iShares Edge S&P 500 Minimum Volatility 

Drittes neu aufgelegtes Produkt ist der iShares EDGE MSCI USA Minimum Volatility ESG UCITS ETF (WKK: A2PY8D). Dieser Fonds bietet breit gestreuten Zugang zu Aktien zu derzeit über 180 Unternehmen aus den USA mit niedriger Volatilität im Vergleich zum breiten US-Aktienmarkt. Stark darin gewichtet sind Newmont, Microsoft und Nextera Energy. Die TER Beläuft sich auf 0,20 Prozent. Dieser Fonds ist die ESG-Alternative zum iShares Edge S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF (WKN: A1J784).

Minimum Volatility-ETFs und nachhaltige Produkte zeigten in der Krise ihre Stärken

„Die neuen iShares Fonds kombinieren BlackRocks führende Marktposition im Bereich Faktor-Investing mit der zunehmenden Nachfrage nach ESG-Strategien. Sie sind so ausgerichtet, dass sie verbesserte ESG-Profile bieten und die Kohlenstoff-Emissionen im Portfolio reduzieren. Gleichzeitig verfolgen sie das Ziel, marktähnliche Renditen bei geringerem Risiko zu erwirtschaften. Jeder Fonds lässt sich am entsprechenden MSCI Minimum Volatility ESG Reduced Carbon Target Index messen“, so iShares. 

„Die jüngsten Marktumbrüche stellen die Widerstandsfähigkeit von Portfolios auf die Probe. Angesichts dessen nehmen Investitionen in ESG- und Minimum-Volatility-Strategien weiter zu. So erreichten die weltweiten Zuflüsse in nachhaltige ETFs im ersten Quartal 2020 insgesamt 14,8 Milliarden Dollar – mehr als das Dreifache des Vorjahresquartals*. Gleichzeitig haben Anleger vermehrt iShares Faktor-Strategien genutzt, um in ihren Portfolios gezielt auf spezifische Renditereiber zu setzen. Dabei sticht vor allem der Faktor Minimum Volatility hervor, der das Verlustpotenzial von Anlegern in volatilen Zeiten begrenzt hat“, heißt es weiter.