Keine Chance dem Greenwashing

Wo Nachhaltigkeit draufsteht, soll Nachhaltigkeit drin sein. Doch das ist in der Finanzindustrie nicht immer der Fall. Die EU möchte dem sogenannten Greenwashing jetzt einen Riegel vorschieben. Dazu hat sie die Offenlegungsverordnung ins Leben gerufen. Wie das Konzept funktioniert.

53 Billionen US-Dollar. Das ist laut Prognosen von Bloomberg der Betrag, der im Jahr 2025 in nachhaltig verwalteten Investments angelegt sein wird. Aktuell sind es noch etwa 38 Billionen. Die Zahlen zeigen: Nachhaltigkeit bei der Geldanlage ist auf dem besten Weg, zum neuen Standard zu werden.

Kein ETF- und Fondsanbieter, Robo-Advisor oder Vermögensverwalter kann sich dem Thema entziehen. Jeder zweite ETF, der aktuell auf den Markt kommt, trägt mittlerweile das Kürzel ESG oder SRI im Namen. Es ist ein regelrechter Wettlauf um die Marktführerschaft beim nachhaltigen Investieren entbrannt. Blackrock hat Nachhaltigkeit als neuen Investmentstandard ausgerufen, Amundi hat sich zum Ziel gesetzt, „die ESG-Transformation anzuführen“, und auch bei BNP Paribas Asset Management steht das Thema ganz oben auf der Prioritätenliste. „Das zeigt sich unter anderem daran, dass wir seit zwei Jahren nur noch ETFs auf nachhaltige Indizes emittieren“, sagt Claus Hecher, Leiter der Geschäftsenwicklung ETF & Index Solutions bei BNP Paribas Asset Management.

Tipp: Hier erfahren Sie alles, was Sie über das Investieren in Nachhaltigkeits-ETFs wissen müssen.

ESG auch für Robos wichtig

Bei den Robo-Advisors ist der Trend ebenfalls angekommen. Im März hat beispielsweise Fintego * von Ebase die nachhaltige Strategie „Fintego green“ gestartet. „Unsere aktuelle Vermittler-Fokus-Umfrage unter 120 Finanzprofis zeigt deutlich, dass das Thema Nachhaltigkeit aus der Geldanlage nicht mehr wegzudenken ist“, sagt Kai Friedrich, Geschäftsführer von Ebase. „90 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Relevanz von nachhaltigen Investments im Privatkundengeschäft steigen oder sogar st...

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