Kostenlos handeln mit dem Gratisbroker

Wer gebührenfrei ETFs handeln möchte, wird beim Gratisbroker fündig. Der junge Münchner Anbieter weiß zu überzeugen.

Bei kostenbewussten Anlegern liegen ETFs hoch im Kurs. Kein Wunder: Sie sparen sich im Vergleich zu aktiven Fonds jede Menge Gebühren. Denn es ist klar: Jeder Euro mehr an Kosten führt zu einer sicheren Vermögensschmälerung. Insofern sind ETFs eine gute Anlage für Anleger, die kostengünstig breit gestreut investieren möchten. Wer sich bereits für die günstige Anlage in ETFs entschieden hat, hat im Wesentlichen nur noch eine Stellschraube, um die Kosten darüber hinaus zu senken. Möglich macht das der Gratisbroker.

Der Name ist Programm

Die Bedingungen beim Gratisbroker sind denkbar einfach: Unabhängig vom Produkt sind alle Transaktionen kostenlos. Die Mindestgröße liegt bei 500 Euro. Verkäufe können darunter liegen, sofern die Position komplett aufgelöst wird. Der Verzicht auf Gebühren kommt dem Anleger ab der ersten Wertpapiertransaktion zugute. Auch Depotführungsgebühren kennt der Gratisbroker nicht. Dividendenbuchungen oder Eintragungen von Namensaktien ziehen für Anleger ebenfalls keine Kosten nach.  Auf Anleger kommen außerdem weder Fremdkostenpauschalen noch Handelsplatzentgelte zu. Um es mit einem Satz auf den Punkt zu bringen: Bei jeder Order wird ausschließlich der Kurswert des Produktes bezahlt. ETF-Anleger können zum Zeitpunkt dieser Betrachtung auf rund 180 Xtrackers-ETFs zurückgreifen. Bereits im Dezember wird Gratisbroker ETFs von Amundi, eines weiteren in Europa führenden Anbieters in das Portfolio aufnehmen und so die  Auswahl für Anleger verdoppeln. Sparpläne sind ein weiterer geplanter Entwicklungsschritt. Wer im Übrigen auch auf Einzelaktien setzen möchte, der hat bereits heute eine stolze Auswahl vor sich. Zur Verfügung stehen 3.600 Aktien aus 52 Ländern. Um auch den spekulativeren Anlegern etwas zu bieten, wird zudem noch im Dezember auch der Handel mit Optionsscheinen und Zertifikaten möglich sein.

Für welche Anleger ist der Gratisbroker geeignet?

Das Angebot des Gratisbrokers punktet mit nahezu unschlagbaren Konditionen. Keine Depotführungsgebühr und vor allem keine Kosten für Wertpapierkäufe und -verkäufe – das überzeugt. Natürlich ist aber der Servicebereich nicht mit einer großen Direktbank oder einer Filialbank vergleichbar. Das Angebot richtet sich an Anleger, die wissen, was sie wollen und keinen Schnickschnack benötigen oder bereit sind, sich selbst über das Thema Geldanlage zu informieren. All jene Kunden profitieren, denn sie müssen keine teure Bankstruktur mitfinanzieren, die sie ohnehin nicht nutzen. Daneben sollten Interessierte eine gewisse Affinität zur digitalen Welt haben. Denn beim Gratisbroker läuft alles bequem online ab. Natürlich ist ein solches Angebot gerade für aktive Anleger interessant.

Nachgefragt bei Malte Rubruck, Geschäftsführer von Gratisbroker

Herr Rubruck, bei Ihnen fallen für Privatanleger keine Gebühren beim Wertpapierhandel an. Wie ist das möglich?

Zunächst muss man wissen, dass so gut wie jeder Broker heute Zahlungen von seinen Handelspartnern für die Vermittlung von Orders erhält. Abhängig vom Produkt, das gehandelt wert, ergibt sich der Preis, der dafür gezahlt wird. Wir legen die genaue Höhe der Zahlungen vor jeder Order dem Kunden offen.

Durch neue Technologien und eine klare Fokussierung des Angebotes haben wir unsere Kosten so weit gesenkt, dass wir nur mit diesen Zahlungen profitabel arbeiten können und schlicht kein zusätzliches Geld von unseren Kunden verlangen müssen.

Über welchen Börsenplatz handeln Anleger bei Ihnen und kommt es dabei zu merklichen Spreads?

Wir handeln Aktien, ETFs und Fonds über gettex, das Marktsegment der Börse München, das ohne Nebenkosten auskommt. Für Aktien gilt dort das Referenzmarktprinzip – das heißt Kunden kaufen nie teurer als sie zur gleichen Zeit an Xetra (oder bei Auslandsaktien dem Heimatmarkt) kaufen oder verkaufen würden. ETFs auf die großen Indizes, wie z.B. den DAX oder Eurostoxx 50 können während der Xetra-Handelszeiten sogar ohne Spread gehandelt werden.

Können Anleger ihr Depot zu Ihnen transferieren lassen bzw. wie sollten Anleger vorgehen, die zu Ihnen wechseln wollen?

Depotüberträge bieten wir derzeit nicht an, denn das sind nach wie vor hochgradig manuelle Prozesse, die damit auch teuer sind.

Für den, der also schon ein Portfolio hat, bietet sich deshalb z.B. das regelmäßige Rebalancing an, um sein Depot sukzessive zu uns zu transferieren und dann auch von den günstigeren Konditionen zu profitieren.

Wie wollen Sie das Angebot weiter ausbauen?

Bei den ETFs soll dem zweiten Anbieter im Dezember dann noch ein dritter Anbieter im ersten Quartal 2020 folgen. Wir sind überzeugt, damit ein Angebot zu offerieren, das alle Indizes abdeckt. Ebenfalls wollen wir das Angebot an Optionsscheinen und Zertifikaten im ersten Quartal weiter ausbauen. Die Gespräche und Vorbereitungen dafür sind schon weit fortgeschritten. Die weiteren Themen diskutieren wir mit unseren Kundinnen und Kunden, die über ein Abstimmungstool mitentscheiden können. Das Ziel: das voranzutreiben, was unsere Kunden suchen und nicht das, wovon mir meinen, dass sie es bräuchten.