Das sagen die besten Investoren der Welt zu Kryptowährungen

Kryptowährungen polarisieren, auch Finanzgurus. Neben vielen prominenten Befürwortern, werden zunehmend kritische Stimmen lauter, die schwerwiegende Risiken sehen. Im nachfolgenden Beitrag haben wir die Meinung fünf wichtiger Persönlichkeiten zu Bitcoin & Co. zusammengefasst.

Kryptowährungen sind zweifelsohne die erfolgreichste Anlageklasse des vergangenen Jahrzehnts. Alleine mit einem Bitcoin-Investment von 10.000 Euro hätten Sie seit 2011 eine Rendite von ca. 250.000 Prozent erzielt. Kein Wunder, dass private und auch institutionelle Anleger immer mehr Gefallen an einem Investment finden.

Warren Buffett: Kritisiert Kryptowährungen

Die Investorenlegende und CEO von Berkshire Hathaway bezeichnete den Bitcoin im Jahr 2018 als „Rattengift im Quadrat“ – und revidierte seine Meinung bis heute nicht. Buffett kritisiert bei Kryptowährungen insbesondere die Abwesenheit eines intrinsischen Wertes. Als Value-Investor setzt Buffet auf Investments, die Werte generieren. In Bitcoin sieht er hingegen ein reines Spekulationsobjekt, bei dem Anleger darauf hoffen, die Kryptowährung teurer wieder zu verkaufen.

Außerdem gab Buffett öffentlich zu, Bitcoin & Co. nicht nachvollziehen zu können. Hierhin verbirgt sich eine große Blasengefahr. Zwar stieg seine Beteiligungsgesellschaft auch bei Technologiewerten erst sehr spät ein – darin sieht Buffet hingegen einen echten Investment-Case. Auch den Bitcoin als Währung kritisierte er regelmäßig. Dieses Argument ist aufgrund der Schwächen der Bitcoin-Blockchain nachvollziehbar.

Ray Dalio: Schätzt Unabhängigkeit

Im Mai 2021 überraschte der legendäre Hedgefonds-Manager Ray Dalio bei einem CNBC-Interview mit der Aussage, dass er lieber in Bitcoin als in Anleihen investiert. Dalio schätzt die Unabhängigkeit der Kryptowährungen vor staatlichen Eingriffen und einer zentralen Regulierung. Trotz der Vorteile warnt er auch vor Risiken der steigenden Popularität von Kryptowährungen. Staaten könnten versuchen lenkend einzugreifen und die Kontrolle zu übernehmen.

Seine Haltung gegenüber dem Bitcoin hat sich erst in 2021 zum Positiven gewandt. Im Herbst 2020 vertrat er noch die Ansicht, dass Bitcoin aufgrund seiner Volatilität nicht als Währung zu gebrauchen sei.

Christine Lagarde: Sieht Gefahren

Die EZB-Präsidentin gilt als große Kritikerin des Bitcoins. Anfang 2021 sprach sie sich vor dem Hintergrund der extremen Kursschwankungen für eine weltweite Regulierung von Kryptowährungen aus. Sie sieht in Bitcoin „ein hochspekulatives Anlageobjekt bei dem es einige komische Geschäfte und einige interessante und total verwerfliche Geldwäscheaktivitäten“ gegeben hat.

Kriminalität und Anlegerschutz stehen bei Lagarde im Vordergrund der Kritik. Gleichwohl lehnt sie digitale Währungen nicht komplett ab. Die EZB arbeitet bereits an einem digitalen Modell für den Euro. Die Covid-19-Krise hat die globalen Volkswirtschaften zu einer schnelleren digitalen Akzeptanz gedrängt. Bis 2025 rechnet sie mit der Einführung einer digitalen Euro-Währung.

Kristina Walcker-Mayer: Mehr Aufklärungsarbeit

Sie ist eine der wenigen Frauen in Führungspositionen in der Fintech-Branche. Erst kürzlich übernahm Kristina Walcker-Mayer den Posten als CEO bei Nuri (früher „Bitwala“) – einer digitalen Bank, bei der Nutzer auch Bitcoin & Ethereum kaufen können. Sie vergleicht Bitcoin mit einer Geldanlage in Gold oder anderen Rohstoffen und sieht im Halten von Bitcoin positive Auswirkungen auf die Diversifikation eines bestehenden Aktien- oder ETF-Portfolios.

Sie sieht gerade bei Frauen noch Aufholbedarf, da diese Zielgruppe bislang zurückhaltend bei Kryptowährungen agiert. Insgesamt bedarf es ihr zufolge noch einer erheblichen Aufklärungsarbeit, um Menschen das Potenzial von Kryptowährungen zu verdeutlichen. Sie selbst investiert regelmäßig in Bitcoin und Ethereum.

Frank Thelen: Krypto als Wertspeicher

Frank Thelen ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Investoren Deutschlands. In Kryptowährungen hat er bereits sehr früh investiert, vor allem in Ethereum. Bitcoin gegenüber war er anfangs skeptisch, da die Kryptowährung keine aktive Plattform bietet. Dies hat sich geändert.

Bitcoin wird ihm zufolge vermehrt als Wertspeicher akzeptiert. Zahlreiche Unternehmen (u.a. Tesla) schichten Teile ihres frei verfügbaren Kapitals in Bitcoin um. Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt und eignet sich demnach vom Prinzip her – ähnlich wie Gold – als Wertspeicher. Auch er empfiehlt Anlegern einen langfristigen Anlagehorizont und macht immer wieder auf die starken Wertschwankungen aufmerksam. Einer stärkere Regulierung stellt auch aus seiner Sicht ein Risiko dar.

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