Legal & General stellt ISINs um

Der ETF-Anbieter Legal & General stellt zum 20. April 2020 von deutschen (DE) auf irische (IE) ISINs um. Betroffen sind 24 ETFs des Anbieters.

Hintergrund dieser Maßnahme ist eine Umstellung auf ein internationales Abwicklungsmodell, das so genannte ICSD-Modell. „Infolge des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union muss das Unternehmen zu einem in der EU zugelassenen Zentralverwahrer übergehen. Am 20. März 2020 genehmigte der irische oberste Gerichtshof (Irish High Court) den Übergang des Unternehmens zum ICSD-Vergleichsmodell“, erläuterte der ETF-Emittent.

Was bedeutet das für Anleger?

„Die Fondsanteile werden zum 20. April 2020 automatisch in irische „IE“ ISINs getauscht. Diese Umstellung hat keine weiteren Auswirkungen auf die Anleger der ETFs. Es wird keine Unterschiede in Bezug auf das Fondsmanagement, die Schutzbestimmungen sowie der Investmentstrategie geben“, berichtet Legal & General. Im Gegenteil, die Umstellung bietet sogar Vorteile:

  • Höhere Handelbarkeit auf dem Sekundärmarkt
  • Reduzierte Anfälligkeit für Fehler und Verzögerungen bei der Abwicklung durch Bündelung des Portfolios unter der ICSD-Struktur.

Ab dem 20. April können Wertpapieraufträge nur noch über die irischen ISINs abgewickelt werden.

Mögliche Auswirkungen für ETF-Sparpläne

„Nur bei Sparplänen könnte es Auswirkungen geben: Schauen Sie bitte nach dem 20. April 2020, ob ihr Sparplan noch ausgeführt wird oder mit der „IE“ ISIN neu aufgesetzt werden muss“, so Legal & General. Bei einigen Direktbanken wird in solchen Fällen mit der Löschung der Börsennotierung die alte ISIN beendet. Der Kunde wird danach über eine entsprechende Mitteilung über die Schließung informiert und der bereits verbuchte Bestand automatisch in die Anteile der neuen IE-ISIN gebucht. Nach Aufsetzung der neuen ISIN als Sparplan kann der Kunde dann  einen neuen Sparplan neu eröffnen.

Die Details dazu finden Sie in der Liste der betroffenen ETFs.