LGIM bringt zwei nachhaltige ETFs

LGIM bietet mit zwei neuen ETFs den Zugang zu europäischen und US-Aktien mit Ausschluss von Unternehmen nach dem „Responsible Exclusions“-Prinzip.

Legal & General Investment Management (LGIM) hat zwei weitere ETFs an der Deutschen Börse gelistet: Der L&G Europe Equity (Responsible Exclusions) UCITS ETF  (WKN: A2PWZC) und der L&G US Equity (Responsible Exclusions) UCITS ETF (WKN: A2PWZD) werden in Kooperation mit dem Londoner Indexanbieter Foxberry angeboten. Neben einem breiten Marktzugang bieten sie deutschen Anlegern einen dynamischen Ansatz für verantwortungsbewusstes Investieren, zu dem auch die Kontrolle durch ein mit ESG-Experten besetztes beratendes Nachhaltigkeits-Gremium zählt.

Die Responsible-Exclusions-ETFs bilden den Foxberry Sustainability Consensus Europe Total Return Index sowie den Foxberry Sustainability Consensus US Total Return Index ab und haben bereits insgesamt 700 Millionen Euro bei Varma, einem der führenden finnischen Pensionsfonds, eingeworben. Varma wurde von den von der UNO unterstützten Principles for Responsible Investment (PRI) für sein Engagement in diesem Bereich anerkannt.

Die ETFs bieten nicht nur einen breiten Marktzugang, sondern auch eine hohe Korrelation zu den zugrunde liegenden europäischen und US-amerikanischen Aktienmärkten. Die Gewichtung erfolgt anhand der Marktkapitalisierung. Um den Anlegern ein direktes Investment in die zugrunde liegenden Vermögenswerte zu ermöglichen, werden die jeweiligen Indizes vollständig repliziert. Beide ETFs wurden im vergangenen Jahr auch an der Londoner Börse (LSE) notiert, und der L&G Europe Equity (Responsible Exclusions) UCITS ETF ist seit November zudem an der Borsa Italiana gelistet.

Nachhaltigkeits-Gemium steht zur Seite

Die ETFs werden von einem Nachhaltigkeits-Gremium beraten, um die Portfolios zu konstruieren. Dessen Empfehlungen für Ausschlüsse – also die „Responsible Exclusions“ – werden systematisch mit einer regelbasierten Methodik umgesetzt. Dem Gremium gehören Experten aus verschiedenen Bereichen an, darunter derzeit Persönlichkeiten mit großer ESG-Erfahrung wie etwa Tomas Franzen und Gustaf Hagerud. Beide waren maßgeblich an der Entwicklung der Grundsätze für verantwortungsvolles Investieren der schwedischen Pensionsfonds AP2 und AP3 beteiligt. Die Experten bieten einen Einblick in die Bereiche Corporate Responsibility und ESG-Investments und stützen sich dabei auf das Fachwissen großer Anteilseigner, wie z. B. institutioneller Pensionsfonds. Das Gremium untersucht Marktentwicklungen und beobachtet Unternehmen über die traditionellen Branchenklassifikationen hinweg, um diejenigen zu identifizieren, die sich unverantwortlich verhalten. 

Die Unternehmen werden anhand einer Reihe von Kriterien aktiv bewertet. Dieser dynamische Ansatz minimiert Investments in Unternehmen, die voraussichtlich auf längere Sicht mit Herausforderungen konfrontiert sein werden, wie z. B. strengere Regulierung, Verbraucherboykotte oder Umweltgefahren. Unter der Leitung des Gremiums schließen die Fonds einerseits Unternehmen aus, die sich ihrer Verantwortung entziehen, erfassen andererseits jedoch auch solche Unternehmen, die verantwortungsbewusster werden und durch statische oder branchenbezogene Ausschlüsse sonst unberücksichtigt bleiben würden. Dabei verfolgt das Gremium einen partnerschaftlichen Ansatz, um den Konsens unter den Anlegern zu fördern. Investoren und interessierte Parteien erhalten die Möglichkeit, die Ergebnisse zu überprüfen und Erkenntnisse und Vorschläge in den Prozess einzubringen.

Als verantwortungsbewusster Anteilseigner setzt sich zudem LGIM mit den Vorständen derjenigen Unternehmen, an denen die ETFs Anteile halten, zusammen, um Best Practices zu fördern. Dieses aktive Engagement im Bereich der Corporate Governance kann dazu beitragen, dass Unternehmen, die auf der „Watch List“ des Ausschusses stehen, gezielt angesprochen werden.

Das sagen die Verantwortlichen

Howie Li, Leiter ETFs bei LGIM:  „Von Kunden hören wir häufig, dass sich angesichts der wachsenden Bedeutung einer verantwortungsbewussten Geldanlage ein Konsens darüber bilden muss, in welche Bereiche Kapital fließen sollte – und in welche nicht. In den Anlagestrategien sind im Laufe der Jahre eine Vielzahl von Ausschlusslisten eingesetzt worden, doch diese sind oft statisch oder nur auf bestimmte Branchen beschränkt, die die Perspektive zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst haben. Da sich die Erwartungen der Anleger und das Bewusstsein für neue Themen ständig weiterentwickeln, ist jedoch ein dynamischer, von Anlegern und Experten geführter Ansatz nötig, um sich im wandelnden Umfeld zurechtzufinden. Die ETFs sind so konzipiert, dass die regelmäßige, gemeinsame Bewertung von Unternehmen, ihrem Handeln und Verhaltensweisen durch Experten deutschen Anlegern sowohl einen dynamischen und transparenten Ausschlussansatz für ihre Indexinvestments als auch die Möglichkeit bietet, zur Vordenkerrolle des Ausschusses beizutragen. Wir laden Investoren aus Deutschland und anderen Teilen Europas dazu ein, uns ihre Ansichten mitzuteilen“.

Philipp Graf von Königsmarck, Leiter des Wholesale-Geschäfts in Deutschland bei LGIM: „Deutsche Investoren suchen im Moment nach nachhaltigen Anlagelösungen, die verantwortungsvoll gemanagt werden und sich neuen Entwicklungen bei der ESG-Definition anpassen können. Die Responsible-Exclusions-ETFs bieten einen dynamischen Ansatz mit einem Experten-Gremium und liefern einen kostengünstigen Zugang zum europäischen und US-amerikanischen Aktienmarkt. Die neuen Produkte erweitern unser Angebot an innovativen und zeitgemäßen Lösungen auf dem deutschen Markt und spiegeln unser Wachstum in der Region wider.“

David Sahlin, Chairman von Foxberry und des Nachhaltigkeits-Gremiums:  „Das Nachhaltigkeits-Gremium ist ein Instrument zur Konsensbildung, damit sich dieser zukünftig immer weiter entwickeln kann, und lässt alle Beteiligten an den Erfahrungen und dem Fachwissen rund um nachhaltige Investments teilhaben. Wir freuen uns, dass dieses Instrument nun auch deutschen Anlegern zur Verfügung steht.“

Timo Sallinen, Leiter der Abteilung für börsennotierte Wertpapiere bei Varma:  „Unsere Investition in diese ETFs spiegelt unsere Überzeugung wider, dass ein dynamisches Ausschlusskonzept ebenso erforderlich ist wie ein kollektiver Ansatz für verantwortungsbewusste Investments. Daher nehmen wir gern an dieser Initiative teil, um einen Konsens in der nachhaltigen Geldanlage zu erreichen. ESG-Überlegungen sind für viele Investoren wichtig. Doch manche verfügen nicht über die Ressourcen, um einzelne Unternehmen sinnvoll hinsichtlich eines Ausschlusses zu analysieren. Das Nachhaltigkeits-Gremium gibt potenziellen Investoren ein Forum, den Dialog untereinander zu führen und einen Konsens zu den verantwortungsbewussten Investmententscheidungen für die Fonds herzustellen. In der Anlagephilosophie von Varma spielt Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Wir sind gespannt, wie sich diese besondere Partnerschaft mit LGIM und Foxberry entwickeln wird.“

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