Mein allerwichtigstes Learning über die Geldanlage mit ETFs ist....

Nein, wir werden noch nicht in diesem Teaser auflösen, was das wichtigste Learning unserer Autorin Jennifer Fizia ist. Denn es lohnt sich, ihren sehr persönlichen Artikel komplett zu lesen. Insbesondere für diejenigen, die noch überlegen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, mit dem Investieren zu starten. 

Denke ich an meine Kindheit zurück, erinnere ich mich an nicht nur an aufregende Zeiten mit meinen Freunden, großartige Momente mit meiner Familie, Milchflaschen mit Aludeckel und meine erste Barbie. Ich erinnere mich auch noch sehr gut an mein Sparbuch mit dem roten Ledereinband, das leider viele Jahre später bei einem Umzug das Zeitliche gesegnet hat.

Zu dieser Zeit war es allerdings längst abgelöst durch ein moderneres Knax-Sparbuch, in das Beträge nicht mehr per Hand, sondern tatsächlich mit dem Drucker eingetragen wurden. Der Gang in eine Sparkassenfiliale war in meiner Kindheit normal und ich begleitete meine Eltern gerne dorthin. Tatsächlich weiß ich heute noch genau, wie die Geschäftsräume unserer Sparkasse aussahen. Ich sehe mich selbst fasziniert dabei zuschauen, wie mein Papa die Beträge auf dem Auszahlschein in Worten aufschreibt.

Eintausendvierhundertfünfundzwanzig – diese langen Wörter fand ich absolut beeindruckend. Ich war immer begeistert, wenn ich mein Sparschwein zum Schalter tragen durfte. Damals vermehrte sich mein eingezahltes Taschengeld tatsächlich noch, weit weg waren die Zeiten von Null- oder sogar Strafzinsen.

Warum sich mein Geld nicht vermehrte

Aus meinem Knax-Sparbuch wurde irgendwann ein Jugend-Konto, von dem ich mich allerdings verabschiedete, als das Thema Online-Banking in Deutschland Einzug hielt. Ich eröffnete ein Girokonto, das ich rein online nutze. Eine Bankfiliale habe ich seit Jahren nicht mehr von innen gesehen. Abgesehen von meinem Bausparvertrag, den meine Eltern (danke Mama und Papa!) für mich besparten, ließ ich aber das Thema Sparen leider schleifen.

Oder anders gesagt: Das Girokonto hütete mein Geld. Sonst passierte nichts damit, vor allem vermehrte es sich nicht mehr. Im Gegenteil! Daher entschied ich mich schließlich endlich mein Kapital zu investieren.

Erst Start-up, jetzt ETFs

Das erste Investment in mein eigenes Start-up war leider nicht von Erfolg gekrönt und ich änderte meine Anlagestrategie. Meine Wahl fiel auf ETFs. Die börsengehandelten Fonds sind in meinen Augen die einfachste und kostengünstigste Art und Weise langfristig Vermögen aufzubauen. Und das war es, was ich wollte. Keine kurzfristige Anlage, auf die meine Familie und ich schnell zugreifen können. Dafür haben wir unser Notgroschen-Tagesgeldkonto. Nein, ich wollte langfristig Geld anlegen. In erster Linie für die Altersvorsorge.

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Ich war voller Enthusiasmus, endlich loszulegen. Noch heute ärgere ich mich, dass meine Groschen viele Jahre auf dem Girokonto herumlagen und durch die Inflation an Wert verloren. Was mir wichtig war: Ich wollte mich nicht blindlings in ein ETF-Portfolio stürzen. In meinen Augen ist es wichtig, dass man sich als Anleger*in den Aufbau der ETFs anschaut.

Was verbirgt sich hinter dem Namen, welchen Anlageschwerpunkt hat der Fonds, welche Unternehmen sind enthalten usw.? Das alles ist kein Hexenwerk, man muss sich nur die Zeit nehmen, diese Informationen zu sammeln. Es lohnt sich aber. Denn nur so, weiß ich als Anleger*in genau, worin ich eigentlich investiere.

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Mein wichtigstes Learning

Tatsächlich gibt es zwei wichtige Erkenntnisse bzgl. der Geldanlage in ETFs, die ich in dieser Zeit gewonnen habe: Das erste Learning ist ein eher emotionales Thema. Es geht darum, zu starten. Einfach loslegen, anstatt abzuwarten. Auf dem Girokonto verbrennt Geld, Zinsen gehören – zumindest aktuell – der Vergangenheit an. Es wird Zeit zu investieren. Das ist nichts, was Finanzexperten oder den Reichsten der Reichen vorenthalten ist.

Fast jeder kann und sollte Geld anlegen und somit dafür sorgen, dass sich das eigene Kapital wieder vermehrt. Man muss ihn nur gehen, den berühmten ersten Schritt. Es ist wie damals, als ich den Traum hatte, um die Welt zu reisen. Ich habe irgendwann während meines Studiums das Geld aus meinem Bausparvertrag geschnappt und weg war ich. Einfach so. Und das war genau richtig.

Das zweite Learning ist rationaler: Anleger*innen sollten wissen, was die ETFs ausmacht, die sie in ihrem Portfolio haben. Sich vollkommen blindlings ins Investment-Vergnügen zu stürzen, halte ich persönlich für falsch. Versteht man, worin man genau investiert, gibt einem das ein sehr gutes Gefühl. So macht das Starten gleich noch mehr Spaß!

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