Mit diesen kostenlosen Tools senken Sie das Risiko in Ihrem ETF-Depot deutlich

Souverän investieren in ETFs – dazu gehört auch ein vernünftiges Risikomanagement. Wir zeigen Ihnen zwei kostenlose Tools, die Ihnen dabei helfen.

Ich verrate Ihnen ein Geheimnis. Etwas, das Sie aus dem Mund eines Bankers höchstwahrscheinlich niemals hören werden, wenn Sie 50.000 Euro auf ein Sparbuch einzahlen. Innerhalb von nur zehn Jahren werden Sie mit diesem Produkt 9.000 Euro Geldwert vernichten. Der Verlust ist garantiert. Bei einer angenommenen Verzinsung von 0 Prozent p.a. und einer Inflation von 2 Prozent jährlich sind Sie nach zehn Jahren fast 10.000 Euro los. Herzlichen Glückwunsch! 

Gott sei Dank betrifft Sie dies nicht. Wenn Sie diesen Beitrag lesen, dann haben Sie bereits entweder ein ETF-Depot oder aber Sie spielen bereits mit dem Gedanken, sich eins zuzulegen. Gut so, damit machen Sie einiges richtig. Doch der Teufel steckt wie so oft im Detail. In einer Phase wie der jetzigen, in der viele Neueinsteiger ihre ersten Börsenerfahrungen sammeln und künftig zum ersten Mal mit Kursrückschlägen konfrontiert sein könnten, tut man gut daran, sich mit dem etwas trocken anmutenden Konzept von Risiko zu beschäftigen. Denn Risiko und Rendite sind untrennbar miteinander verbunden. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie mit drei kostenlosen Tools, das Risiko in Ihrem ETF-Portfolio deutlich senken. 

So ermitteln Sie Ihr persönliches Risikoprofil

Den ersten Schritt können Sie bereits vor Eröffnung Ihres Depots beschreiten. Nämlich indem Sie Ihre individuelle Risikotoleranz ermitteln und festlegen. Die wichtigste Frage dabei lautet: Wieviel Risiko sind Sie bereit zu tragen, um Ihre finanziellen Ziele zu erreichen und Ihr Vermögen zu mehren? Diese grundlegende Frage können Sie ganz individuell ermitteln – und zwar mit einem Risikorechner. Im Wesentlichen geht es darum, die perfekte Aktienquote für Ihr Portfolio zu definieren. 

Die folgenden Aspekte sind wichtig, um Ihre persönliche Risikotragfähigkeit zu ermitteln:

  • der geplante Zeithorizont Ihrer Geldanlage
  • Ihr individueller Wissensstand zum Thema Geldanlage
  • wie viel Kursschwankung (nach unten) können Sie emotional aushalten? 
  • die Struktur Ihres Gesamtvermögens
Tipp: Mit dem Risikorechner können Sie anhand von zehn Fragen die optimale Aktienquote für Ihr Portfolio ermitteln.

Das Tool hilft nicht nur Einsteigern sondern auch Anlegern, die bereits ein Depot aufgebaut haben. Sie können damit Ihre persönliche Risikotragfähigkeit noch einmal datengetrieben überprüfen. Möglicherweise kommt dabei zum Vorschein, dass Sie eine zu hohe Aktienquote haben und diese reduzieren sollten. 

Und so könnte Ihre individuelle Aktienquote aussehen!

Risiko in Ihrem ETF-Depot mithilfe von Tools aufdecken.
Mithilfe dieses Tools ermitteln Sie Ihre individuelle Risikokapazität.

 

Klumpenrisiken aufdecken mithilfe dieses Tools

Häufig wird in Medienberichten oder Expertenkommentaren der Eindruck erweckt, ein ETF-Depot sei ein statisches Konstrukt. Dem ist aber nicht so. Durch die Performances der Assetklassen und jeweiligen Produkte kann es nach nur wenigen Jahren zu massiven Verschiebungen innerhalb des Portfolios kommen. Es wird zwar immer wieder geraten, ein regelmäßiges Rebalancing durchzuführen, aber es kostet halt Überwindung, gerade die bestlaufenden Produkte mit den höchsten Renditen zu verkaufen, um wieder zur ursprünglich intendierten Gewichtung zurückzukehren. 

Und so lässt man eben Produkte wie den Nasdaq-ETF, den MSCI World oder andere weiter laufen. Die Buchgewinne verführen zu einer gewissen Sorglosigkeit. Dabei übersieht man dann, dass die überaus starke Kursentwicklung von Technologieaktien in den vergangenen Jahren dafür gesorgt hat, dass deren Anteil auch in den marktbreiten Indizes stark angestiegen ist. Apple, Amazon, Microsoft – die ganzen Highflyer, die viele Privatanleger auch gern noch als Einzelaktien in ihren Depots halten, können – je nach individueller Anlagestrategie – auf einmal ungewollt bis zu 20 Prozent Depotgewicht einnehmen. Oftmals sogar noch mehr!

Um solche Unwuchten zu vermeiden, nutzen erfahrene und finanzkräftige Anleger den extraETF Finanzmanager. Mit diesem Tool können Anleger ihr Depot verknüpfen, in einer kostenpflichtigen Variante auch mehrere. Die Software liest alle Transaktionen und Bestände aus, berechnet daraufhin automatisch die Wertentwicklung und stellt eine ausführliche Portfolioanalyse zur Verfügung. Der Vorteil: Klumpenrisiken werden hier mit nur wenigen Klicks blitzschnell sichtbar. Diese können schnell und umkompliziert analysiert und durch wenige Transaktionen korrigiert werden.

Tipp: Mit den Tools und Funktionalitäten von extraETF haben Sie Ihr Depot stets im Blick und können es perfekt analysieren.