Mit PIXIT für die Zukunft gewappnet – USA und Asien im Fokus

TARGOBANK * Chefvolkswirt Otmar Lang zu Portfolio-Änderungen bei der Online-Vermögensverwaltung.

Was zählt, ist der langfristige Trend, der oft auch als Megatrend bezeichnet wird. Es geht nicht um das Nachjagen nach kurzfristigen Stories mit einer Halbwertszeit von einem Jahr oder weniger. Ein hektisches Kaufen und Verkaufen steht definitiv nicht im Lastenheft für unsere PIXIT *-Portfolios. Somit haben wir uns im Rahmen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Online-Vermögensverwaltung PIXIT zum Jahreswechsel für wichtige Änderungen in unseren Portfolios entschieden – die Änderungen betreffen allerdings nicht die generelle Asset-Allokation, also die Gewichtung von Aktien zu Renten, sondern beziehen sich ausschließlich auf die Allokation im Aktienbereich.

Bezogen auf den Aktienanteil belief sich die Europaquote bisher auf 60 Prozent. Im Vergleich waren US-Titel nur mit 25 Prozent und der asiatisch-pazifische Raum mit 10 Prozent vertreten. Eine Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung alleine nur für die letzten 20 Jahre zeigt für Asien und auch die USA allerdings eine deutlich höhere Dynamik. Und mehr Dynamik ist auch ein Zeichen für eine höhere Anpassungsfähigkeit an neue Bedingungen. Daher kann gerade bei Betrachtung des US-Aktienmarktes im Vergleich zum europäischen Markt das deutlich höhere Gewicht von Growth- zu Value-Werten nicht wirklich überraschen.

Warum USA?

Auch in den klassischen Branchen überzeugt die USA. So kletterten die Aktienkurse für US-Banken nach der Finanzmarktkrise bis 2020 um 200 Prozent, wogegen europäische Banken im gleichen Zeitraum eine Null-Performance hinlegten. Wegen der höheren Flexibilität und Anpassungsfähigkeit steigen auch die Gewinne für US-Unternehmen deutlich dynamischer als für europäische. Das wiederum ist ein weiterer Erklärungsbaustein, warum US-Titel europäische outperformen. Denn die diskontierten Gewinne der Zukunft bilden den Aktienkurs von heute. Weil wir überzeugt sind, dass die aktuellen US-Erfolgskomponenten noch lange Gültigkeit haben und die europäischen Verkrustungen trotz Schaffung des European Next-Generation-Funds nicht aufgelöst werden, haben wir die Aktienquote für die USA konsequenterweise von 25 auf 40 Prozent erhöht.

Warum Asien?

Für die asiatische Region spricht ihr seit 40 Jahren unverändert stark steigender Anteil am Weltsozialprodukt. Die Entwicklung signalisiert das Entstehen eines wirtschaftlichen Machtzentrums im asiatischen Raum mit China als möglicherweise entscheidenden Hub. Die 2020 neu geschaffene Freihandelszone im pazifischen Raum wird mittel- bis langfristig zusätzliche Impulse und Kräfte freisetzen. Gleichzeitig dürfte der bereits bestehende technologische Vorsprung im Elektronikbereich gewahrt und sogar noch ausgebaut werden können. Weil wir der Überzeugung sind, dass die Digitalisierung gerade durch die Coronakrise einen noch bedeutenderen Stellenwert bekommen hat, sehen wir den asiatischen Bereich auch unter diesem Gesichtspunkt mittel- und langfristig als sehr aussichtreich an. Wir haben daher das Gewicht für den Asien-Pazifik-Raum von 10 auf 25 Prozent angehoben. Zum Ausgleich haben wir den Anteil für die Eurozone entsprechend von 60 auf 30 Prozent gesenkt.

Welche Strategie uns überzeugt?

Die Weltwirtschaft steht aktuell vor der stärksten Aufschwungsphase seit Ende des zweiten Weltkriegs. Eine solche Phase stellt normalerweise die Blütezeit für Value- bzw. zyklische Titel dar, welche in europäischen Aktienindizes dominieren.

In amerikanischen und auch asiatischen Indizes nehmen die Growth-Werte eine deutlich prominentere Rolle ein und werden – so unserer Vermutung – in den kommenden Monaten auch performen, könnten aber kurzfristig etwas hinter europäischen Standardwerten zurückbleiben. So liegt die Performance für Titel aus der Eurozone seit Jahresbeginn mit 16 Prozent vor den USA (13 Prozent) und Asien (6 Prozent), jeweils gemessen an den entsprechenden MSCI-Indizes. Allerdings ist diese für Europa sehr erfreuliche Entwicklung nur eine Momentaufnahme – wir prognostizieren für Europa keine anhaltende Outperformance.

Da wir nicht wissen, wie lange der Europa-Hype andauert, haben wir uns – auch getreu unserer Anlagephilosophie nicht auf kurzfristige Trends zu setzen – dazu entschlossen, schon zum Jahresbeginn 2021 die europäische Aktienposition zu reduzieren. Mit dieser Neuausrichtung sehen wir PIXIT auch für die nächsten Marktentwicklungen gut aufgestellt.

Weitere Infos unter www.targobank-pixit.de

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Zum Autor:

Dr. Otmar Lang

 

Dr. Otmar Lang ist Chefvolkswirt und Direktor Research der TARGOBANK. Der promovierte Ökonom arbeitete zunächst als Fondsmanager für institutionelle Kunden in Frankfurt. Von 1996 bis 2007 war er für die Deutsche Bank im Bereich Bond-Research zuständig. 2007 wechselte er als Chefvolkswirt zur damaligen Citibank nach Düsseldorf.