Nachhaltigkeit ist für Unternehmen geldwert

ESG-Kriterien sind für Unternehmen längst mehr als ein Feigenblatt. Schon heute richten sich Investoren daran aus und mischen sich auf Hauptversammlungen ein. Neue Gesetzesinitiativen könnten auch den Mittelstand nachhaltiger machen.

Wenn Unternehmen verkünden, sich nachhaltig aufzustellen oder nachhaltigen Konzepten mehr Raum geben zu wollen, ist das weit mehr als nur Werbung in eigener Sache. Die sogenannten ESG-Kriterien spielen heute für immer mehr Investoren eine Rolle. ESG steht in diesem Zusammenhang für die Bereiche Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance). Vor allem Asset Manager und institutionelle Investoren setzen verstärkt auf Anlagen, die sich anhand dieser Kriterien ausrichten. Die Untersuchung „Die globale ESG Befragung 2019“ von BNP Paribas hat gezeigt, dass es Anlageprofis neben dem positiven Effekt für Marke und Reputation in erster Linie auf langfristig verbesserte Renditen und ein geringeres Risiko ankommt. Unternehmen, die sich glaubhaft nachhaltig aufstellen, steigen also in der Gunst der Investoren und punkten gegenüber Konkurrenten mit besseren Bedingungen.

Nachhaltig denken reduziert Risiken

Dies sieht auch Dag Rodewald, Leiter der passiven Anlage und des ETF-Spezialvertriebs für Deutschland und Österreich bei UBS, so und verweist auf den Abgas-Skandal bei Volkswagen: „Hier hat es offensichtlich Mängel bei der Governance gegeben. Als der systematische Betrug schließlich bekannt wurde, hat VW nicht nur einen erheblichen Reputationsschaden davongetragen, auch die finanziellen Auswirkungen waren und sind erheblich. Im März 2015 stand die VW-Aktie noch bei über 250 Euro, im Oktober desselben Jahres w...

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