iShares erweitert sein Angebot an nachhaltigen ETFs

Gesagt, getan? Den Worten Larry Finks, dem CEO von Blackrock: „der Klimawandel führt zu einer tiefgreifenden Neubewertung von Risiken, und wir erwarten eine erhebliche Umverteilung von Kapital,” lässt der Vermögensverwalter Taten folgen. Wie das Unternehmen mitteilt, erweitert BlackRock sein Angebot um drei nachhaltige ETFs nach ESG/SRI. Darunter befindet sich mit einem neuen Smart-City-ETF, ein Themen-ETF, den wir in einem gesonderten Beitrag behandelt haben.

Bei den beiden anderen ETFs handelt es sich mit dem iShares MSCI EMU SRI UCITS ETF (WKN: A2PV2S) um einen Aktien-ETF auf die Eurozone und mit dem iShares $ Corp Bond ESG UCITS ETF (WKN: A2PY8F) um einen Anleihen-ETF auf US-Dollar lautende Unternehmensanleihen mit Investmentgrade Ratings (BBB und höher).

Worin der Anleihen-ETF (nicht) investiert

Letztere ist eine ESG-Variante des Flaggschiff-ETFs iShares $ Corp Bond UCITS ETF (WKN: 911950), der seit seiner Auflage (2004) eine Rendite von 124,77 Prozent erwirtschaftet hat und dessen verwaltetes Vermögen sich aktuell auf 6,8 Milliarden US-Dollar beläuft. 

Wie sein Pendant bietet auch der neue iShares $ Corp Bond ESG UCITS ETF Zugang zu den liquidesten Unternehmensanleihen und bildet den nachhaltigen Bloomberg Barclays MSCI US Corporate Sustainable SRI Index ab. Demnach werden Unternehmen aussortiert, die mehr als fünf Prozent (bei Tabak 15 Prozent) oder mehr als 500 Millionen US-Dollar ihres Umsatzes aus Geschäften mit Erwachsenenunterhaltung (z.B. Pornographie, Prostitution), Alkohol, Glücksspiel, Tabak, umstrittenen Militärwaffen oder zivile Schusswaffen generieren.

Unternehmen, die etwas mit der Herstellung von Atomwaffen, nuklearen Waffenkomponenten (z.B. Uran), chemischen und biologischen Waffenkomponenten zu tun haben, oder die Einnahmen aus gentechnisch veränderten Organismen für die landwirtschaftliche Nutzung erzielen, werden zu 100% ausgeschlossen.

Die Gesamtkostenquote des ETFs, den Anleger nun erstmals an Deutschen Börsen handeln können, beträgt 0,15 Prozent.

Nachhaltiger Aktien-ETF auf die Eurozone

Der neu aufgelegte iShares MSCI EMU SRI UCITS ETF () bietet Anlegern Zugang zu Unternehmen vom Aktienmarkt der Eurozone, welche die höchsten ESG-Werte besitzen. Der ETF bildet den MSCI EMU SRI Select Reduced Fossil Fuel Index ab. Der Index wurde für Anleger konzipiert, die eine diversifizierte sozial verantwortliche Investition (SRI) suchen.  Demnach sind im Index nur Unternehmen aus der Eurozone vertreten mit starkem Nachhaltigkeitsprofil. Betriebe, die durch Förder- und Produktions, oder Stromerzeugungsaktivitäten ein Engagement in fossile Brennstoffe haben, werden demnach ausgeschlossen.

Die Gesamtkostenquote (TER) beläuft sich auf 0,20 Prozent. Die Neuauflage ist übrigens die ESG-Alternative zum iShares Core MSCI EMU UCITS ETF.

Nachhaltige Neuauflagen – auch in Zukunft?

Die drei neu aufgelegten ETFs folgen natürlich nicht zufällig nachhaltigen Kriterien, hat Blackrock doch offiziell verlauten lassen, seinen Kunden ein wachsendes Angebot zur nachhaltigen Geldanlage zur Verfügung zu stellen, damit diese durch ihre Investments nachhaltige Ziele verfolgen können.

Carolyn Weinberg, Globale iShares-Produktleiterin bei BlackRock, sagt diesbezüglich: „Die Nachfrage nach nachhaltigen Portfolios steigt. Aufgrund ihrer Transparenz ermöglichen nachhaltige Index-Methodologien denjenigen, die diese Portfolios zusammenstellen, ihre ESG-Ziele umzusetzen. Anleger nutzen unterschiedliche Wege, um ESG-Kriterien mithilfe von ETFs in ihre Portfolios zu integrieren. Deshalb erweitern wir unser globales Angebot.“

Schließlich folgt BlackRock damit seiner eigenen Vorsätzen. Der weltgrößte Vermögensverwalter verpflichtete sich bereits im Januar dazu, sein Angebot an nachhaltigen iShares-ETFs und Indexfonds bis Ende 2021 zu verdoppeln.