Neuer Amundi-ETF auf japanische ESG-Aktien

Anleger mit nachhaltigem Anleger-Fokus haben eine weitere Option. Amundi hat einen  währungsgesicherten ESG-ETF auf japanische Aktien herausgebracht.

Seit Kurzem ist ein neuer ETF von Amundi über Xetra und Börse Frankfurt handelbar. Damit erhalten Freunde der nachhaltigen Geldanlage eine weitere Möglichkeit, in Japan zu investieren. Mit dem Amundi Index MSCI Japan SRI UCITS ETF DR – Hedged EUR (C) (WKN: A2QKHV) erhalten Anleger entsprechend Zugang zu großen und mittelständischen Unternehmen aus Japan, die sich durch ihr nachhaltiges Profil in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung gegenüber vergleichbaren Unternehmen abgrenzen. 

Das macht den ESG-ETF aus

Unternehmen mit erheblichen Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Tabak, Alkohol, Glücksspiel, Waffen, Erwachsenenunterhaltung, Nuklearenergie und fossile Brennstoffe sind vom Index ausgeschlossen. 

Die Gewichtung eines Titels ist auf maximal fünf Prozent begrenzt. Währungsrisiken zum Euro werden minimiert. Als Referenzindex dient der MSCI Japan SRI Filtered ex Fossil Fuels 100% hedged to EUR Index. Der ETF ist thesaurierend und kommt auf eine Gesamtkostenquote von (TER) in Höhe von 0,20 Prozent.

Tipp: Hier erfahren Sie mehr über das Investieren in Nachhaltigkeits-ETFs.

Wie funktioniert die ESG-Indexselektion?

ESG-Investments nutzen sehr unterschiedliche Anlagestrategien. Sie können ganze Branchen und Industrien ausschließen, in die nicht investiert werden soll. Weiterhin können die jeweiligen ESG-Rankings der Unternehmen berücksichtigt werden. Firmen mit hohem ESG-Standard, die energieeffizient arbeiten oder auf Vielfalt in der Belegschaft setzen, werden dann stärker gewichtet. Aber auch konkrete Ziele – zum Beispiel ein minimaler CO2-Abdruck – lassen sich mit einem entsprechend ausgerichteten Portfolio erreichen.

Den Grad der Nachhaltigkeit eines Unternehmens kann man anhand der ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance; Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) prüfen.

Für Investoren gibt es neben den klassischen Indizes wie etwa dem MSCI World oder den MSCI EMU Index inzwischen auch nachhaltige Varianten – meist an dem Kürzel ESG oder SRI erkennbar. Die Auswahl derjenigen Unternehmen, die im nachhaltigen Index vertreten sind, ist sehr aufwendig. In einem mehrstufigen Prozess prüft zum Beispiel der Indexanbieter MSCI daher jedes Unternehmen.

In der ersten Selektionsstufe werden einige Konzerne aufgrund ihrer Werte ausgeschlossen. Firmen, die Tabak produzieren, in der Atomenergie tätig sind oder mit genetisch veränderten Organismen Umsätze erzielen, können nicht weiter Teil des Index sein. Zudem gibt es eine Reihe weiterer Ausschlusskriterien bei Beteiligung in den Geschäftszweigen Glücksspiel, Militär oder Pornografie.

In der zweiten Stufe kommen die ESG-Kriterien ins Spiel: MSCI bewertet Unternehmen anhand von insgesamt 38 Kriterien, wie etwa Einfluss auf den Klimawandel, CO2-Ausstoß, Energieeffizienz (Umwelt), Mitarbeiterführung, Arbeitssicherheit (Gesellschaft) oder Ethik der Geschäftspraktiken (Unternehmensführung).

Bei der dritten und letzten Stufe werden diejenigen Unternehmen aussortiert, die in Kontroversen verwickelt sind. Beispiele dafür sind Todesfälle in der Produktion wegen mangelhafter Arbeitssicherheit oder große Rückrufaktionen.

Beim MSCI EMU Index beispielsweise verbleiben nach der Überprüfung von ursprünglich 249 Unternehmen nur noch 65 im neuen Index.

Firmen wie Bayer oder der Branchenführer in der Luxusgüterindustrie, Moet Hennessy Louis Vuitton, sind nicht mehr vertreten.

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