Norwegischer Staatsfonds macht Milliardengewinn – was hinter dem Erfolg steckt!

100 Milliarden Euro Gewinn trotz Coronakrise: Norwegens Staatsfonds blieb auch 2020 in der Erfolgsspur. Wie das Milliarden-Plus zustande gekommen ist. 

Norwegens Staatsfonds hat trotz Coronakrise kräftig zugelegt: Der Wert stieg 2020 umgerechnet um mehr als 100 Milliarden Euro auf über eine Billion Euro, wie die norwegische Zentralbank mitteilte. Die trotz der Coronakrise zuletzt kräftig steigenden Aktienkurse haben dem norwegischen Staatsfonds 2020 enorme Gewinne beschert, vor allem der kräftige Wertzuwachs bei Aktien von Tech-Konzernen. »Das liegt in erster Linie daran, dass die Viruspandemie für einen starken Nachfrageanstieg nach Produkten für Online-Arbeiten, -Lernen, -Handel und -Unterhaltung gesorgt hat«, sagte Fondschef Nicolai Tangen.

Zur Jahresmitte hatte der Fonds noch einen Verlust von umgerechnet 18 Milliarden Euro ausgewiesen, in der zweiten Jahreshälfte kam die Wende. Die Einnahmen aus Aktien steigerten den Wert des Fonds um 10,9 Prozent im Vorjahresvergleich; absolut wuchs das Vermögen um 1,07 Billionen Kronen (101,5 Milliarden Euro) auf 1,046 Billionen Euro.

Staatsfonds profitiert vom Tech-Boom

Die Gewinne aus Anteilen an Technologieunternehmen stiegen 2020 um fast 42 Prozent, wie Fondsdirektor Nicolai Tangen erklärte. Der Fonds hat etwa 84 Milliarden Kronen mit seinem Investment bei Apple gewonnen, 51 Milliarden Kronen mit Amazon, 41 Milliarden Kronen mit Microsoft und 36 Milliarden Kronen mit Tesla. Die Assetklasse Aktien insgesamt brachte dem Fonds eine Rendite von gut 12 Prozent. Negativ wirkten sich die Anlagen in Öl- und Gasfirmen und Finanzunternehmen aus.

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Im vergangenen Jahr wurden umgerechnet rund 28,6 Milliarden Euro aus dem Fonds abgezogen, womit er es per Jahresschluss auf einen Gesamtwert von 1,046 Billionen Euro brachte. Davon sind 72,8 Prozent in Aktien investiert, 24,7 Prozent in Anleihen und 2,5 Prozent in Immobilien. Der Fonds hält Anteile an etwa 9200 Unternehmen weltweit und kommt auf 1,5 Prozent aller börsennotierter Aktien.

In den Fonds werden unter anderem die staatlichen Erdöleinnahmen Norwegens  investiert, um für die Zeit vorzusorgen, in der die Erdölreserven der Nordsee zur Neige gehen. Bei seinen Investments geht der Fonds auch nach ethischen Kriterien vor und hat sich bereits aus zahlreichen Unternehmen etwa wegen Umweltbedenken zurückgezogen.

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