Onvista Bank ändert Preismodell – Sparpläne werden kostenpflichtig

Die Onvista Bank (► Zum Testbericht) hat in den letzten Tagen Kunden über eine bevorstehende Änderung des Preismodells informiert. Diese Preisänderungen betreffen das FreeBuy-Depot und das Angebot von ETF-Sparplänen beim FreeBuy-Depot und Festpreis-Depot. Die Preisänderungen treten ab dem 1. Juni 2019 in Kraft.

Das ändert sich beim FreeBuy-Depot

Beim Preismodell FreeBuy Cash erhalten Kunden auf Basis des durchschnittlichen Kontoguthabens des Vormonats ein bestimmtes Kontingent an kostenfreien Wertpapiertransaktionen.

  • Paket S – Mindestguthaben 2.000 €: 1 FreeBuy (bisher 1)
  • Paket M – Mindestguthaben 3.000 €:  2 FreeBuys (bisher 2)
  • Paket L– Mindestguthaben 5.000 €: 3 FreeBuys (bisher 4)
  • Paket XL – Mindestguthaben 10.000 €: 4 FreeBuys (bisher 6)
  • Paket XXL – Mindestguthaben 25.000 €: 5 FreeBuys (bisher 10)

Beim Preismodell Freebuy Trade werden je nach Anzahl der ausgeführten Transaktionen im Berechnungszeitraum FreeBuys für den jeweils darauf folgenden Kalendermonat gutgeschrieben.

  • Paket S – Mindestanzahl Trades 10: 1 FreeBuy (bisher 2)
  • Paket M – Mindestanzahl Trades 30: 5 FreeBuys (bisher 7)
  • Paket L – Mindestanzahl Trades 60: 10 FreeBuys (bisher 15)
  • Paket XL – Mindestanzahl Trades 90: 20 FreeBuys (bisher 25)
  • Paket XXL – Mindestanzahl Trades 130: 30 FreeBuys (bisher 35)
  • Paket XXXl – Mindestanzahl Trades 250: 70 FreeBuys (bisher 80)

Der Preis für Verkaufsorders (oder Kauforders ohne FreeBuys) wird ebenfalls erhöht und beträgt künftig: 5,99 Euro Grundpreis zzgl. Orderprovision 0,25 % (bisher 0,23 %) vom Ordervolumen, maximal 49 Euro (bisher 39 Euro).

Das ändert sich bei ETF-Sparplänen

Auch beim Gebührenmodell für ETF-Sparpläne wird an der Preisschraube gedreht. Die bisher kostenfrei angebotenen ETF-Sparpläne im FreeBuy-Depot und Festpreis-Depot werden abgeschafft und eine pauschalierte Ausführungsgebühr in Höhe von 1 Euro (bisher 0 Euro) eingeführt.

Diese Ausführungsgebühr wird pro Sparplanausführung – unabhängig von Art, Anzahl oder Höhe der jeweiligen Sparpläne – berechnet und betrifft sowohl bestehende, als auch neue Sparpläne.

Die Onvista Bank wird die vereinbarte Sparrate dem vom Kunden geführten Verrechnungskonto zum Ausführungstermin belasten. Die Ausführungsgebühr wird von der Sparrate abgezogen, sodass der Anlagebetrag um 1 Euro pro Sparplanausführung reduziert wird.

Des Weiteren wird die Maximalrate einer einzelnen Sparplanausführung von 1.000 Euro auf 500 Euro gesenkt. In der Vergangenheit abgeschlossene Sparpläne, die diese Maximalrate übersteigen, bleiben aber weiterhin in der vereinbarten Höhe bestehen.

Sonstige Preisänderungen

Darüberhinaus gibt es noch verschiedene Preisänderungen für den Wertpapierhandel in den USA, die telefonische Orderaufgabe, Limitänderung oder Auftragsstornierung. Die aber für die wenigsten ETF-Anleger eine große Bedeutung haben dürften.

Welche Alternativen gibt es?

Trotz dieser Maßnahmen zählt die Onvista Bank weiterhin zu den günstigsten Anbietern am Markt. Im Bereich der ETF-Sparpläne gibt es nun – abhängig vom Sparbetrag – verschiedene Direktbanken die ein günstigeres Preismodell anbieten. Über unseren ETF-Sparplan-Vergleich können Sie die Direktbanken anhand der Sparplanrate miteinander vergleichen. Die regulären Preismodelle für den klassischen ETF-Handel können Sie über unseren Broker-Vergleich miteinander vergleichen.