Postbank erweitert Angebot an sparplanfähigen ETFs

Bereits seit Mitte 2017 können Anleger bei der Postbank (► Zum Testbericht) ETF-Sparpläne abschließen. Dabei konnten sie zuletzt zwischen 74 Produkten auswählen, vor allem der Emittenten iShares und Xtrackers, aber auch von Lyxor, ComStage, Vanguard und UBS. Seit 1. Juni 2019 sind nun weitere 28 ETFs von Xtrackers, iShares, Vanguard und State Street (SPDR) sparplanfähig, so dass damit die Produktpalette der Postbank auf nun 102 ETFs ausgebaut wurde. Damit gehört die Postbank im Vergleich zu anderen Filialbanken zu einem der Finanzinstitute mit dem größten ETF-Sparplanangebot überhaupt.

Darunter auch sehr kostengünstige Basis-ETFs

Bei 25 der 28 neu aufgelegten ETFs handelt es sich um Aktien-ETFs aus den verschiedensten Anlageregionen. Viele davon sind kostengünstige Basis-ETFs mit einer Gesamtkostenquote (TER) von unter 0,12 Prozent. Zu ihnen gehört zum Beispiel der iShares Core S&P 500 UCITS ETF (WKN: A0YEDG) mit einer TER von nur 0,07 Prozent. Mit einem Fondsvolumen von gut 28,5 Milliarden Euro gehört dieser zu den beliebtesten ETFs überhaupt auf US-amerikanische Aktien. Der ETF ist beim Review des Extra-Magazins mit der Maximalbewertung von fünf Sternen ausgezeichnet.

Gleiches gilt auch für den Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF (WKN: DBX1ET). Mit einer TER von 0,09 Prozent gehört er zu den kostengünstigsten ETFs auf Aktien der Eurozone. In ihm sind gut 2,8 Milliarden Euro investiert. Auch dieses Produkt verfügt über die Bestbewertung von fünf Sternen.

Um vier Produkte erweitert wurde auch das Angebot der aufgrund ihrer günstigen Kostenstruktur beliebten Vanguard-ETFs. Einer von ihnen ist dabei der Vanguard FTSE Developed Europe (WKN: A1T8FS) mit einer TER von 0,12 Prozent. Insgesamt haben Anleger bei der Postbank nun die Auswahl zwischen acht verschiedenen Vanguard-Produkten auf die verschiedensten Anlageregionen.

Dividendenjäger finden attraktive ETFs

Neu im Angebot ist auch der Dividenden-ETF von State Street. Mit dem SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF (WKN: A1T8GD) setzt der Anleger auf 100 globale Aktien mit einer nachhaltigen Dividendenausschüttung. Alle Indexmitglieder müssen in den vergangenen zehn Jahren eine stabile oder steigende Gewinnausschüttung vorweisen. Er ergänzt die bereits breite Produktpalette im Bereich Dividenden-ETFs.

Megatrend-ETFs im neuen Angebot zu finden

Zur erweiterten ETF-Sparplan-Produktpalette gehören auch drei Megatrend-ETFs. Mit dem iShares Electric Vehicles and Driving Technology UCITS ETF (WKN: A2N9FP) sowie dem Xtrackers Future Mobility UCITS ETF (WKN: A2N6LL) können Anleger auf die Mobilität der Zukunft setzen. Der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C (WKN: A2N6LC) partizipiert am Megatrend „Künstliche Intelligenz“ (KI) und „Big Data“.

 Breites Angebot an Nachhaltigkeits-ETFs

Stark im Fokus des Gesamtangebotes der Postbank steht auch der Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit mit insgesamt neun ETFs von drei verschiedenen Anbietern. Sieben iShares-Produkte unter Berücksichtigung der ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmenskultur) setzen dabei auf die wichtigsten Anlageregionen der Welt. Mit einem Xtrackers-ETF können Anleger zudem in Unternehmen mit der besten CO2-Bilanz investieren. Ein anderer UBS-ETF umfasst gut 400 globale Aktien. Zur Vermeidung von Klumpenrisiken gilt eine Maximalgewichtung pro Titel von fünf Prozent.

Zwei neue Anleihen-ETFs

Neu im Angebot sind auch zwei weitere Anleihen-ETFs. Der iShares J.P. Morgan USD EM Bond EUR Hedged (WKN: A1W0MQ) umfasst in US-Dollar denominierte 476 Staatsanleihen aus den Schwellenstaaten. Eine Währungssicherung minimiert mögliche Verluste infolge eines US-Dollar-Verfalls. Beim Vanguard USD Corporate Bond UCITS ETF (WKN: A143JM) setzt der Anleger auf mehr als 3.200 globale in US-Dollar denominierte Unternehmensanleihen.

Postbank mit günstigen Ordergebühren

Besonders bei Sparplänen mit Einzahlsummen ab monatlich 75 Euro ist die Postbank im Vergleich zu anderen Mitbewerbern sehr kostengünstig. So berechnet die Postbank bei ETF-Sparplänen pro Ausführung grundsätzlich nur 0,90 Euro.

Aktuell lockt die Postbank zudem bei mit einer Rabattaktion. Noch bis 31. Juli 2019 können Kunden der Postbank zu einer vergünstigten Orderprovision von 4,95 Euro pro Transaktion 50 besonders beliebte börsengehandelte Indexfonds (ETFs) von iShares online kaufen. Üblicherweise liegen die Gebühren je nach Ordervolumen ab 9,95 Euro. Die Aktion gilt ab einem Ordervolumen von mindestens 1.200 Euro.

Im Sparplan-Test 2019 wurde das ETF-Sparplanangebot der Postbank im Segment der Filialbanken mit der Note „sehr gut“ bewertet. (Dabei wurden unter anderem die Gebühren, das Produktangebot und der Service bewertet. Im Test überzeugte die Postbank vor allem durch ihr attraktives Gebührenmodell. Von 16 getesteten Banken erhielten 9 die Note „sehr gut“, 5 die Note „gut“ und 2 die Note „befriedigend“.)

Risikohinweis:

Was ist zu beachten?

  • Kursrisiko: ETFs haben ein Kursrisiko und es besteht die Gefahr von Kursverlusten
  • Marktrisiko: ETFs bilden einen Basiswert, meistens einen Index, ab. Risiken, die diesen Basiswert betreffen, wirken sich automatisch auch auf den ETF aus.
  • Währungsrisiko: Bei nicht in EURO notierten ETFs besteht ein zusätzliches Währungsrisiko
  • Ausfallrisiko des Swap- Partners: Bei Swap-basierten ETFs kann das Risiko des Ausfalls von Geschäftspartnern bestehen.