Robo Advisor Prospery zieht sich zurück

Der Robo Advisor Prospery zieht sich aus Deutschland zurück und stellt seinen Service in Deutschland per Ende Mai 2019 ein. Das teilte der digitale Vermögensverwalter seinen Kunden in einem Schreiben mit . „Hintergrund ist eine strategische Entscheidung unseres Anteileigners ABN AMRO“, so Prospery. . 

„Trotz des innovativen Charakters von Prospery ist es uns jedoch ohne Zugang zu einem Vertriebskanal nicht gelungen, genügend Kunden zu gewinnen. Um Prospery in seiner jetzigen Form auf dem deutschen Markt fortzusetzen, wären erhebliche zusätzliche Investitionen erforderlich gewesen“, so die weitere Begründung. 

Prospery, eine deutsche Tochtergesellschaft des niederländischen Finanzdienstleisters ABN Amro,  ist seit Dezember 2017 auf dem deutschen Markt.  Mit 100 verschiedenen Anlagestrategien, bei denen sowohl in ETFs als auch aktiv verwaltete Investmentfonds investiert wurde, verfügte Prospery in Deutschland mit über das breiteste Produktauswahl. Der Aktienanteil bewegt sich in einer Bandbreite von eins bis 84 Prozent, der Rentenanteil beträgt zwischen eins und 78 Prozent und der Geldmarktanteil beispielsweise zwischen eins und 98 Prozent. Die Titelauswahl erfolgt durch ABN Amro-Fondsmanager mit positivem Trackrecord. Die Steuerung der Strategie erfolgt über Risikokennzahlen. Ein Rebalancing wurde täglich ausgeführt. Eine Mindest-Anlagesumme gibt es nicht.  Seit einer Gebührensenkung wurden  bis zu einer Anlagesumme bis 400.000 Euro jährliche Verwaltungskosten von  0,69 Prozent erhoben, für darüber gehende Beträge fallen keine weiteren Gebühren an.. Mit der Gebührensenkung entfiel eine anfängliche Monatspauschale von 179 Euro. 

Angesichts von nahezu 40 auf dem deutschen Markt befindlichen digitalen Vermögensverwaltern wird die Luft für Robo Advisors immer dünner. Bereits Ende 2018 zog sich der Robo Advisor Werthstein vom Markt zurück. Anleger müssen aber keine Angst vor einem Verlust ihres angesparten Vermögens haben. Als Sondervermögen ist es geschützt.