Robo-Advisor Ginmon erhält Vermögensverwalter-Lizenz

Der Frankfurter Robo-Advisor Ginmon (► Zum Testbericht) hat jetzt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) erhalten. Bisher verfügte die digitale Vermögensverwaltung lediglich über eine Erlaubnis für Finanzanlagenvermittler nach §34f der Gewerbeordnung.

Während Robo-Advisor, welche über der Lizenz §34f der Gewerbeordnung verfügen, lediglich bestimmte Portfoliozusammensetzungen empfehlen dürfen und sich bei einer Depot-Umschichtung die Genehmigung der Anleger einholen müssen, so kann der Robo-Advisor mit Lizenz zur Finanzportfolioverwaltung die Vermögensverwaltung seiner Klienten entsprechend der zuvor festgelegten Vorgaben vollständig übernehmen. Mit der BaFin-Lizenz unterliegen die Vermögensverwalter auch einer strengeren Aufsicht und Regulierung durch die BaFin.

Ginmon ist bereits der achte digitale Vermögensverwalter, der nun über eine solche Lizenz zur Portfolioverwaltung verfügt. Inzwischen sind bereits die Robo-Advisor Ayondo, Liqid (► Zum Testbericht), Minveo, Scalable Capital (► Zum Testbericht), Vaamo, Investify (Luxemburger Lizenz) und Whitebox (► Zum Testbericht) der BaFin bzw. einer gleichwertigen Finanzaufsicht im EU-Ausland unterstellt. Darüber hinaus nutzen die Online-Vermögensverwalter Quirion (► Zum Testbericht) (Quirin-Bank) und solidinvest (DJE Capital) die Lizenz der Muttergesellschaft. Mit der Lizenz zur Portfolioverwaltung wollen sich die Robo-Advisor aufsichtsrechtlich absichern. Der Hintergrund: Immer mehr klassische Vermögensverwalter beklagten in den vergangenen Monaten, dass sich mit den neuen FinTechs Vermögensverwalter etablierten mit geringeren finanzaufsichtlichen Auflagen. Das führe zu unfairem Wettbewerb und rechtlichen Grauzonen. Gefordert wurden daher gleiche Spielregeln für alle. Die BaFin stellte daraufhin klar, dass jeder Robo-Advisor, welcher die Anleger nicht nur einmalig berät sondern Anlagevermögen kontinuierlich verwaltet, eine BaFin-Lizenz besitzen muss.

„Ginmon hat derzeit eine Wachstumsrate von monatlich 30 Prozent und gehört damit zu einem der am schnellsten wachsenden Finanzdienstleistungsinstitute. Um sicherzustellen, dass die Weichen für die Zukunft gestellt sind gehört die Erschließung neuer Märkte und der Erhalt neuer Lizenzen zu unserem Tagesgeschäft“, so Lars Reiner, Gründer des FinTech-Unternehmens gimnon, zur neu erhaltenen BaFin-Lizenz.

Fazit zum Ginmon Testbericht

Ginmon überzeugt vor allem durch den guten Service mit einer Vielzahl an Kommunikationskanälen und einem großen Angebot. In den restlichen Kategorien erzielt der Robo-Advisor ebenfalls ein gutes Ergebnis.

Interessieren könnten Sie auch die Ergebnisse unseres Robo-Advisor Tests 2017 sowie Ginmon – Angebot im Test & Erfahrungen

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Autor

Uwe Görler
Uwe Görler ist seit 2011 als Finanzredakteur für das Anlegerportal extraETF.com und das Extra-Magazin tätig und behandelt die Themen ETFs und Robo-Advisors. Zuvor schrieb er in verantwortlicher Position für die "Zertifikatewoche" und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für verschiedene Rundfunkkanäle, darunter Antenne Bayern und N24.

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