Oskar-ESG

Robo-Advisor Oskar stellt auf Nachhaltigkeit um

Der digitale Vermögensverwalter Oskar (► Zum Testbericht) hat einige konventionelle ETFs durch nachhaltige ersetzt. Weitere sollen folgen.

Bei Oskar steht die Geldanlage für die ganze Familie im Vordergrund. Beständiger Vermögensaufbau soll nun auch einhergehen mit Nachhaltigkeit im Sinne der Umwelt, dem Sozialwesen und einer maßvollen Geschäftsführung in den Unternehmen. Fernab der moralischen Erwägungen soll die Umstellung aber auch handfeste Vorteile bringen, Jens Ohr, Geschäftsführer von Oskar, berichtet: „Wir glauben daran, dass nachhaltige Investments viel mehr Sinn machen und sich außerdem zukünftig besser entwickeln werden als nicht-nachhaltige. Deshalb stellen wir Oskar auf Nachhaltigkeit um. Und das Beste: Die niedrigen Produkt-Kosten von 0,14 Prozent bleiben dabei unverändert.“ Dass Nachhaltigkeit nicht mehr teuer sein muss, zeigt sich beim Blick auf die fünf nachhaltigen Neuzugänge. Der günstigste der neuen ETFs ist der iShares MSCI USA ESG Screened UCITS ETF USD (Acc) (WKN: A2N6TB), der laufende Kosten in Höhe von 0,07 Prozent nach sich zieht. Selbst der teuerste der fünf neuen ETFs bewegt sich mit 0,18 Prozent im marktüblichen Bereich.

Nachhaltigkeit zur Risikosenkung

Eine Erklärung, weshalb nachhaltige Geldanlagen in Zukunft besser abschneiden könnten, sehen Verfechter etwa darin begründet, dass solche Unternehmen weniger von Umweltskandalen betroffen sind. Zudem dürften es nach Ansicht der Oskar-Verantwortlichen nicht-nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen künftig schwerer fallen, ihre Produkte zu verkaufen. Sogenannte ESG-Ratings – also Einstufungen des Nachhaltigkeitsgrads – sollen dabei helfen, schwarze Schafe auszusieben. Daneben zeigt sich aber auch in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein Sinneswandel, nicht-nachhaltige geführte Unternehmen zu meiden oder mit Reputationsverlusten zu strafen, was sich langfristig in deren Aktienkursen widerspiegeln könnte.

Umstellung noch nicht abgeschlossen

Mit der jüngsten Anpassung sind die Hälfte der insgesamt zehn ETFs in den Oskar-Portfolios mit nachhaltigem Charakter. Ziel sei es laut Ohr, ein komplett nachhaltiges Depot anzubieten. „Sobald am Markt in Bezug auf Liquidität, Rendite und Kosten vergleichbare Alternativen zu den anderen ETFs verfügbar sind, werden wir auch diese auf nachhaltige Versionen umstellen“, erklärt Ohr.

Fünf Anlagestrategien

Wer sich für die automatisierte Geldanlage über Oskar entscheidet, dem wird je nach Risikoeinstellung eines von fünf Portfolios zugewiesen. Der Aktienanteil liegt dabei zwischen 50 und 90 Prozent. Die Mindestanlagesumme beträgt 1.000 Euro, Sparpläne lassen sich ab 25 Euro führen. Zu den Produktkosten von 0,14 Prozent kommt die Servicegebühr, die ab 10.000 Euro von 1,00 auf 0,80 Prozent sinkt. Technologiepartner von Oskar ist im Übrigen der Platzhirsch unter den digitalen Vermögensverwaltern Scalable Capital (► Zum Testbericht). Als Depotbank fungiert die Baader Bank.

Unser Tipp: Der Robo-Advisor Oskar startet zeitgleich mit der Änderung der Anlagestrategie eine Prämienaktion. Der Anbieter belohnt Einzahlungen von Neu- und Bestandskunden mit dem Pflanzen von Bäumen oder Geldprämien bis zu 500 Euro. Jetzt mehr erfahren.

Fazit zum Oskar Testbericht

Oskar bietet fünf Anlagestrategien mit Aktienquoten in Höhe von 50 bis 90 Prozent. Sparpläne sind ab 25 Euro möglich, Einmaleinzahlungen ab 1.000 Euro. Die Kosten liegen für Anlagebeträge unter 10.000 Euro bei 1,00 Prozent pro Jahr, für Beträge darüber bei 0,80 Prozent. In puncto Sicherheit, Transparenz und Service kann Oskar punkten. Eine Anlage mit Oskar können wir daher empfehlen.