Von Thomas Brummer22. Oktober 2021

Sichern Sie sich mit einem ETF-Sparplan enorme Steuervorteile

Der ETF-Sparplan wird immer beliebter. Neben der Attraktivität dieser Geldanlage winken noch massive Steuervorteile.

Klar, die Vorteile von ETF-Sparplänen liegen auf der Hand. Mit nur ein, zwei ETFs können Sie die weltweiten Aktienmärkte abdecken und automatisiert in Ihrem Rahmen investieren. Das ist für die meisten Privatanleger eher zu stemmen als sofort eine größere Summe aufzubringen. Der andere Aspekt ist der sogenannte Cost-Average-Effekt. Durch die monatlichen Zukäufe erhalten Anleger jedes Mal einen anderen Kurs. So ergibt sich ein Durchschnittspreis. Dies wiederum reduziert das Risiko. Denn so lässt es sich vermeiden, alles zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt investiert zu haben.

Tipp der Redaktion: Hier geht es zum ETF-Sparplan-Vergleich.

Steuervorteile nutzen

Neben den erwähnten Vorteilen gibt es noch einen weiteren Punkt, der für den ETF-Sparplan spricht. Es winken beachtliche Steuervorteile. Diese kommen zum Vorschein, wenn man den ETF-Sparplan mit der staatlich geförderten Basisrente kombiniert. Jedes Jahr lassen sich so beachtliche Summen von der Steuer absetzen. Laut VZ Vermögenszentrum können Unverheiratete im laufenden Jahr bis zu 25.787 Euro in einen ETF-Sparplan fließen lassen und davon 92 Prozent als Vorsorgeaufwand in der Steuererklärung erfassen. Bei Ehepaaren verdoppelt sich die Summe entsprechend auf 51.574 Euro.

Doch damit nicht genug. Es gibt noch einen weiteren Hebel in der Steuererklärung. Dieser besteht darin, dass die Kapitalerträge gar nicht erst besteuert werden. Hierzu liefern die VZ-Experten ein anschauliches Beispiel: Ein Paar, das über zehn Jahre insgesamt 120.000 Euro in die Basisrente einzahlt, trägt bei einem Steuersatz von 46 Prozent lediglich einen Eigenanteil von 66.980 Euro. Den Rest bringe bequem die Steuerersparnis. Bei der Wahl der Basisrente sollten Sparer nach Ansicht der VZ-Fachleute daher auf flexible Beträge achten, denn so seien Extrazahlungen jederzeit möglich. In der Rente erhalten Sparer schließlich die angesparte Summe als monatliche Zusatzrente ausbezahlt. Die Zusatzrente müssen Haushalte versteuern, jedoch dann meist zum wesentlich niedrigeren individuellen Steuersatz. 

Diese ETFs bieten sich für einen Sparplan an

Bei der ETF-Auswahl steht die breite Streuung im Vordergrund. Es bieten sich daher ETFs auf Industrie– und Schwellenländer an. Es kann aber auch ein ETF genügen, der beide Bereich verbindet – also Industrie- und Schwellenländer. Diese ETFs beziehen sich in aller Regel auf den MSCI ACWI oder den FTSE All-World.