Studie: Sieben Millionen ETF-Sparpläne bis 2025 erwartet

Die Zahl an ETF-Sparplänen wird sich nach einer Studie von extraETF.com, die Blackrock heute in einer Pressemitteilung aufgreift, in den kommenden Jahren vervielfachen. Die Vorteile liegen auf der Hand.

Die Bedeutung von ETF-Sparplänen wird weiterhin steigen. Damit rechnet zumindest der Vermögensverwalter Blackrock. Dabei berufen sich die Verantwortlichen auf eine Erhebung von extraETF Research, wonach die Anzahl der ETF-Sparpläne in Deutschland bis zum Jahr 2025 auf etwa sieben Millionen steigen soll. Zum Vergleich: Ende 2019 wurden rund 1,3 Millionen ETF-Sparpläne ausgeführt. Daraus ergäbe sich eine jährliche Wachstumsrate von rund 30 Prozent. Bei einer durchschnittlichen Sparplanrate von 150 Euro läge das jährliche Sparvolumen im Jahr 2025 dann bei rund 11,2 Milliarden Euro.

Studie: Entwicklung der ETF-Sparpläne im Jahr 2025

Prognose ETF-Sparplan
ETF-Sparplan-Prognose 2025

Die Annahmen von extraETF Research sind dabei sogar noch eher zurückhaltend. Das ergibt sich aus einem Blick in den Rückspiegel. So kletterte die Zahl der ETF-Sparplanverträge von 2014 bis 2019 um 53 Prozent im Jahr. Das Sparvolumen stieg in dieser Zeit mit 58 Prozent Jahr für Jahr sogar noch etwas stärker. Im bisherigen Jahr ergibt sich laut den Angaben führender Direktbanken, die extraETF Research vorliegen, ein durchschnittliches Sparvolumen pro Person von 174,70 Euro.

Tipp: Link zum Download der Studie ETF-Sparplanmarkt 2025.

Privatanleger entdecken mehr und mehr ETF-Sparpläne

Die Vorteile von ETF-Sparplänen haben sich bereits herumgesprochen und werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft noch bekannter. „Sie sind intuitiv verständlich, kostengünstig, transparent und flexibel einsetzbar – ebenso wie börsengehandelte Indexfonds selbst. Dies bestätigen unter anderem auch Verbraucherzentralen, Verbraucherportale, Finanzblogger und Fachmedien“, sagt Christian Bimüller, Co-Leiter Digital Distribution in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei Blackrock. Ein eben solches Fachmedium ist extraETF.com bzw. das Extra-Magazin. Markus Jordan, Betreiber dieser Publikationen, sieht ETF-Sparpläne als ideales Instrument für die Altersvorsorge – und zwar in jeder Marktphase, also auch etwa bei Turbulenzen wie jüngst durch Corona entfacht: „Für Sparer mit langen Anlagehorizonten ist das kurzfristige Auf und Ab an den Börsen nicht ausschlaggebend. Insofern ist nicht erkennbar, dass die jüngsten Marktereignisse den Wachstumstrend bei ETF-Sparplänen beeinflussen.“

Sparpläne haben gerade in Krisenzeiten einen Vorteil: Im Vergleich zu Einmalkäufen ergibt sich durch die regelmäßigen Zukäufe ein Durchschnittskosteneffekt. „Das heißt: Bei relativ hohen Börsenkursen kaufen Anleger weniger vergleichsweise eure Anteile, bei niedrigeren Kursen erwerben sie mehr günstige Anteile – mit dem damit verbundenen Aufholpotenzial. Gerade in dieser Hinsicht bietet das aktuelle Marktumfeld Chancen. Wer noch keinen ETF-Sparplan abgeschlossen hat, zieht dies daher womöglich jetzt in Erwägung“, fährt Jordan fort.

Geringe Einstiegshürden und Flexibilität

ETF-Sparpläne haben außerdem den Vorteil, dass die Einstiegshürden denkbar gering sind. Viele Broker bieten bereits ab einer Sparrate von 25 Euro ETF-Sparpläne an. Daneben offerieren viele Broker gebührenfreie Sparpläne. Auch die Handhabung ist flexibel. So lässt sich die Einzahlhöhe jederzeit ändern. Um stets den Überblick zu behalten, sollten Verbraucher einen regelmäßigen Blick auf den ETF-Sparplan-Vergleich von extraETF werfen.