Sind physisch replizierende ETFs tatsächlich die bessere Wahl?

Noch vor wenigen Jahren war das Thema „physisch vs. synthetisch“ in der ETF-Community ein echter Glaubenskrieg. Dieser scheint überwunden. Trotzdem taucht immer wieder die Frage auf: Sind physisch replizierende ETFs wirklich besser? 

Ein genaues Startdatum zu benennen ist schwer. Doch es dürfte sich im Jahr 2011 zugetragen haben. Damals brach einer der unerbittlichsten Glaubenskriege in der ETF Community los. Einige namhafte Institutionen wie der Internationale Währungsfonds (IWF), die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und der Finanzstabilitätsrat (FSB) versuchten, am guten Ruf von ETFs zu rütteln.

ETFs könnten die Stabilität des internationalen Finanzsystems gefährden, hieß es damals. Auch sei so mancher ETF zu kompliziert, um von Privatanlegern gehandelt zu werden. Schließlich würden viele ETFs nicht einmal die Wertpapiere besitzen, deren Rendite sie nachbilden. Die Kritik bezog sich eindeutig auf Swap-ETFs, auch synthetische ETFs genannt. Obwohl diese ETF-Gattung auch schon sehr früh viele Anleger von ihren Vorzügen überzeugte, so bekam sie dadurch erst einmal einiges an Gegenwind.

ETF-Experten mit guten Argumenten

Mittlerweile wissen wir: Die Kritik der Institutionen bezüglich des Gefährdungspotenzials von ETFs für das Finanzsystem ist Humbug. Auch wenn das Argument immer wieder im Lager der aktiv gemanagten Investmentfonds aufkeimt, so nimmt dies niemand mehr für bare Münze. Das negative Image der synthetischen ETFs hingegen hat sich noch nicht gänzlich verflüchtigt. Wer in ETF-Foren in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, stellt immer wieder fest, dass dort oftmals immer noch eine erbitterte Diskussion zwischen beiden Lagern geführt wird: physisch vs. synthetisch!

Ist das angemessen? Höchs...

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