Von Katja Brauchle28. Juli 2022
Skurriler Plan: Robodogs sollen längst verlorene Bitcoin aufspüren

Skurriler Plan: Robodogs sollen längst verlorene Bitcoin aufspüren

Immer wieder hört man Geschichten von verlorenen Bitcoin in Millionenhöhe. Oft geht es dabei um vergessene Passwörter oder kaputte Datenträger. Manche werfen ihr Geld auch buchstäblich auf den Müll.

Ein bisschen unglaubwürdig klingt die Geschichte schon, die der walisische Informatiker James Howells dem Business Insider da erzählt hat: 2009 hat er mit dem Bitcoin-Mining angefangen und dann blöderweise 2013 7.500 – oder 8.000, da scheint er sich nicht mehr ganz sicher zu sein – Coins mitsamt einer von ihm leer geglaubten Festplatte auf den Müll geworfen haben.

Riesen Vermögen auf der Müllkippe

Der Bitcoin und auch andere Kryptowährungen haben eine ziemlich harte Zeit. Mit einem zum Zeitpunkt dieser Recherche aktuellen Kurs von 21.328,60 US-Dollar ist die Mutter aller digitalen Währungen weit entfernt von ihrem Rekordhoch von 68.744,03 Dollar am 10. November 2021. Und trotzdem wären die verlorenen Bitcoin von James Howells zum jetzigen Zeitpunkt fast 160 Millionen Dollar wert. Wirklich kein Betrag, den man mal eben ohne mit der Wimper zu zucken zum Fenster rauswirft.

Kein Wunder also, dass Howells alles in seiner Macht Stehende versucht, um irgendwie an die verlorene Festplatte zu kommen. Das Problem: Sie ist nicht das Einzige, was auf der Müllkippe in Newport, Wales, herumliegt. Und so kämpft er schon seit mehreren Jahren mit der dortigen Gemeindeverwaltung darum, die Müllkippe durchsuchen zu dürfen – bislang jedoch ohne Erfolg.

Robodogs sollen es richten

Nun hat der Informatiker eine neue Idee, wie er möglicherweise doch noch an seine Altersvorsorge kommen könnte. Mit dem Geld zweier Wagniskapitalgeber und dem Einsatz von Roboterhunden und einer KI-Maschine möchte er die 110.000 Tonnen Müll umgraben, die auf der Halde herumliegen. Die Kosten würden sich wohl auf etwa 11 Millionen US-Dollar belaufen, zwischen 18 Monaten und drei Jahren soll es dauern.

Sollte sein Vorhaben von Erfolg gekrönt sein, könnte er nicht nur die Kosten problemlos decken, sondern möchte auch Helferinnen und Helfer und auch die Gemeinde entlohnen – 10 Prozent hat er der Kommune Newport versprochen, sofern sie ihm endlich ihre Zustimmung geben. Danach sieht es jedoch auch dieses Mal nicht aus. „Nichts, was Herr Howells uns präsentiert, könnte uns zu einer Zustimmung bringen“, sagte ein Mitglied des Gemeinderats gegenüber dem Business Insider. Die Umweltrisiken dieses Vorhabens seien viel zu groß.

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Lieber auf Bitcoin-ETC setzen

Wenn du auch in Bitcoin investieren möchtest, das Risiko einer verlorenen Festplatte oder eines vergessenen Passwortes aber lieber nicht eingehst, dann ist ein Krypto-ETC vielleicht das richtige Produkt für dich. Du investierst auf diesem Wege indirekt in Bitcoin und musst dir somit über die Aufbewahrung keine Gedanken machen. Du investierst in Wertpapiere, die durch Bitcoin abgesichert sind – alles hinterlegt beim Broker deiner Wahl. Ein mögliches Produkt ist etwa der BTCetc – ETC Group Physical Bitcoin (WKN: A27Z30).

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