Von Jennifer Fizia22. April 2022
So baust du dir mit wenig Einkommen ein finanzielles Polster auf

So baust du dir mit wenig Einkommen ein finanzielles Polster auf

Du startest gerade erst ins Berufsleben oder nimmst weniger ein als der Durchschnittsverdiener in Deutschland? Dennoch möchtest du mehr aus deinem Geld machen? Das eine schließt das andere nicht aus! Bevor du aber als Geringverdiener an der Börse Gas gibst, ist es wichtig, dass du dir ein finanzielles Polster aufbaust. Wir verraten dir, wie du dabei am besten vorgehst.

4.100 Euro – so viel verdiente ein Vollzeitbeschäftigter im vergangenen Jahr durchschnittlich brutto im Monat. Das entspricht einem Brutto-Jahreseinkommen von knapp 50.000 Euro. Je nach Bundesland, Branche und Geschlecht variiert das durchschnittliche Gehalt stark und bestimmte Berufsgruppen, Auszubildende oder Studenten sind von diesem Einkommen weit entfernt. Du zählst dazu und möchtest dein Geld dennoch gewinnbringend anlegen? Dank börsengehandelter Fonds (ETFs) ist ohne viel Aufwand möglich.

Bevor es aber ans Geld anlegen geht, solltest du ein finanzielles Polster bilden. So bist du auf der sicheren Seite, falls der Kühlschrank den Geist aufgibt, das Auto neue Zündkerzen braucht oder die Waschmaschine deine Kleidung schmutziger wieder ausspuckt, als sie es vor dem Waschgang war. Als Faustregel gilt: Drei Bruttomonatsgehälter solltest du beiseitelegen, damit du im Notfall schnell Geld zur Verfügung hast.

Verschaff dir einen Überblick

Schau am besten als erstes, wie viel Geld du tatsächlich monatlich zur Verfügung hast. Liste dazu in einem analogen oder digitalen Haushaltsbuch regelmäßig deine Einnahmen und Ausgaben auf. Kategorisiere sie sinnvoll, zum Beispiel in Einkommen, Wohnen, Haushalt, Freizeit, Auto, Arbeit und Sonstiges und bilde Unterkategorien wie Gehalt, Kindergeld, Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Lebensmittel, Urlaub, Lieferservice etc.

Mach das mindestens drei Monate lang, um zu erkennen, wie viel Geld du wofür ausgibst und um zu sehen, wo es Einsparpotenziale gibt. Übrigens: 2020 lagen die privaten Konsumausgaben eines Durchschnittshaushaltes in Deutschland bei 2507 Euro pro Monat. Knapp 1000 Euro wurden davon für Wohnen und Energie ausgegeben, ca. 400 Euro für Lebensmittel und 325 Euro für Verkehr. Die restlichen Ausgaben verteilten sich beispielsweise auf Bekleidung, Freizeit und Urlaub.

Deine individuelles finanzielles Polster

Sobald du einen Überblick über deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben hast, geht es ans Geld sparen. Das lässt sich in vielen Bereichen realisieren, oft sogar schnell und einfach. Achte zum Beispiel auf Angebote im Drogerie- oder Supermarkt, steig häufiger aufs Fahrrad, anstatt ins Auto oder diszipliniere dich, deine Elektrogeräte vollständig auszuschalten. Kontrolliere auch deine Versicherungen und Energieversorgungsverträge regelmäßig. Oft spült ein Anbieterwechsel ohne viel Aufwand bares Geld in deine Taschen.

Sicher fallen dir, je nach Lebenslage, noch weitere Maßnahmen ein. Leg am besten alles, was du einsparst, direkt als Rücklage weg. Dazu packst du jeden Monat 5 bis 10 Prozent deines Gehaltes, bis du dein Ziel, den Wert von insgesamt drei Brutto-Monatsgehältern, erreicht hast. Am besten überweist du das Angesparte auf ein Tagesgeldkonto – so hast du immer schnell und einfach Zugriff auf das Geld. Aber Achtung: Man spricht nicht umsonst vom Notgroschen. Behalte deine Rücklage wirklich für Notfälle. Nur so fällst du weich aufs finanzielle Polster. 

Mit finanziellem Polster aufs Parkett

Sobald du deine Rücklage angespart hast, steht einem Investment nichts mehr im Wege. ETFs sind eine kostengünstige und einfache Möglichkeit, Geld am Aktienmarkt zu investieren. Bei vielen Brokern kannst du einen ETF-Sparplan einrichten. Hier sparst du, zum Beispiel jeden Monat, einen bestimmten Betrag. Die Rate kannst du selbst bestimmen und, wenn es mal nötig sein sollte, auch aussetzen oder verändern. Die meisten Onlinebroker und Banken bieten ETF-Sparpläne schon ab zehn oder 25 Euro monatlich an, einige sogar ab einem Euro.

Wie viel Rendite du am Ende erwirtschaftest, liegt vor allem an deinem Anlagehorizont. Gerade, wenn du noch jung bist und dein Geld über einen langen Zeitraum hinweg anlegen kannst, ist die Chance auf sehr gute Renditen hoch. So oder so kannst du mit wenig Geld und Aufwand an der Börse investieren. Weitere Tipps dazu findest du hier.

Tipp: Hier findest du die kostengünstigsten Anbieter für ETF-Sparpläne.

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