So bilden Sie systematisch eine finanzielle Rücklage – die besten Tipps

Das Leben hält auch finanziell einige Überraschungen parat. Seien Sie gewappnet. Mit diesen Tricks klappt es mit der Rücklage.

Diese oder ähnliche Situationen kennt vermutlich jeder von uns: Plötzlich streikt die Waschmaschine, der Kühlschrank läuft nicht mehr, das Auto springt nicht an. Eine neue Maschine muss her, der Kühlschrank will repariert werden, das Auto braucht eine frische Batterie. Solche unvorhergesehenen Ausgaben gehören zum Leben dazu. Jeder sollte sich für diese Notfälle ein finanzielles Polster schaffen. So klappt es mit der Rücklage.

Überblick über die Finanzen 

Es empfiehlt sich, bis zu drei Bruttomonatsgehälter als Rücklage anzusparen. Die Höhe richtet sich nach Ihren Lebensverhältnissen. Leben Sie allein oder in einer Partnerschaft? Haben Sie Kinder? Wie hoch sind Ihre fixen Ausgaben pro Monat? Es ist wichtig, dass Sie sich einen aussagekräftigen Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben verschaffen. Ein Haushaltsbuch zu führen hilft Ihnen dabei, die notwendigen Lebenshaltungskosten zu erkennen und unnötige Ausgaben aufzuspüren.

Das Haushaltsbuch sollte über einige Monate geführt und gepflegt werden. Egal, ob Sie dafür eine App nutzen, auf die automatische Analyse Ihrer Bank vertrauen oder Ihr Haushaltsbuch manuell aufsetzen – wichtig ist, dass Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben sinnvoll kategorisieren. Ausgaben lassen sich z. B. in Wohnen, Haushalt, Freizeit, Auto, Arbeit und Sonstiges einteilen.

Diese Kategorien splitten Sie dann in Unterkategorien wie Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Lebensmittel, Urlaub, Lieferservice etc. auf. Kategorisieren Sie so, wie es für Sie am sinnvollsten ist und führen Sie das Haushaltsbuch regelmäßig. Um einen realistischen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu bekommen, empfiehlt es sich, das Haushaltsbuch mindestens drei Monate zu nutzen.

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Wie bilde ich meine Rücklage?

Sie werden sehen, wo Sie sparen oder unnötige Kosten vermeiden können. Gibt es z. B. Versicherungen, die Sie nicht benötigen oder lassen sich günstigere Alternativen finden? Ein jährlicher Check der Versicherungsgesellschaften macht Sinn – möglicherweise lässt sich dadurch einiges einsparen. Auch die Kosten für Ihre Energieversorgung sollten Sie immer wieder auf den Prüfstand stellen. Durch einen Anbieterwechsel können unter Umständen mehrere hundert Euro gespart werden.

Natürlich gibt es weitere Möglichkeiten, monatlich weniger Geld auszugeben. Achten Sie beim Einkauf von Lebensmitteln und Drogerieartikeln auf Angebote. Schalten Sie Elektrogeräte nicht in den Stand-by-Modus, sondern z. B. per Steckdosen-Kippschalter komplett aus. Versuchen Sie zu tanken, wenn es günstig ist oder besser noch, verzichten Sie häufiger aufs Auto und nutzen Sie das Fahrrad.

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Diese Liste lässt sich mit vielen Punkten je nach Lebenssituation und Notwendigkeit der Einsparmaßnahmen noch sehr weit fortführen. Letztlich können Sie alles, was Sie an größeren, aber auch kleinen Beträgen einsparen, direkt als Rücklage anlegen. Am besten parken Sie das Geld auf einem Tagesgeldkonto. Zwar sind dort kaum Zinsen zu erwarten, aber beim Notgroschen steht die Verfügbarkeit des Geldes im Vordergrund.

Sie müssen schnell und unkompliziert auf Ihre Rücklage zugreifen können, falls ein neues Haushaltsgerät gekauft oder das Auto repariert werden muss. Zusätzlich zu den Einsparungen, die Sie durch Vergleiche von Versicherungen und Energieversorgern sowie durch kleine Einsparmaßnahmen zurücklegen, sollten Sie monatlich 5 bis 10 Prozent Ihres Gehaltes und circa 30 Prozent eingehender Sonderzahlungen ansparen. So lange, bis Sie Ihr individuelles Rücklagen-Ziel erreicht haben.

Der Notgroschen ist Pflicht

Auf Ihren Notgroschen sollten Sie nur zugreifen, wenn es auch wirklich notwendig ist. Betrachten Sie ihn zudem nicht als Mittel zum Vermögensaufbau! Falls Sie planen Geld anzulegen, z. B. mit ETFs, muss Ihre Rücklage sicher sein. Also erst um den Notgroschen kümmern, dann übers Investieren nachdenken.