So habe ich meinen Broker ausgesucht

Wie finde ich den besten Online-Broker? Und wo kriege ich die günstigsten Konditionen und das beste Angebot für meine ETF-Sparpläne?

Die Wahl des richtigen Brokers hat einen großen Einfluss auf Ihren Anlageerfolg. Den wenigsten Menschen ist dies jedoch bewusst. Welche Kriterien ich bei meiner Auswahl berücksichtigt habe, zeige ich Ihnen jetzt.

Desktop und App?

Ich nutze für meine privaten Finanzen ausschließlich mobile Anbieter. Aus dem Grund ist es mir besonders wichtig gewesen, auf einen Broker zu setzen, der ebenfalls eine mobile App anbietet. Das ist bei den meisten jungen Anbietern wie Trade Republic * der Fall. Aber auch etablierte Player passen sich dem Trend an, wobei die Qualität noch zu wünschen übriglässt.

Mir war es wichtig, unabhängig von Ort und Stelle Anpassungen an meinen Sparplänen vornehmen zu können, da ich beruflich viel unterwegs bin. Für die meisten Anleger wird dieses Kriterium jedoch eine untergeordnete Rolle spielen, da auch eine Desktop-Variante ausreichend ist.

Einfache Nutzeroberfläche

Die Nutzeroberfläche ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, da ich keine Produkte nutze, die ich nicht intuitiv finde. Gerade beim Thema Geldanlage sollte Ihnen ein Broker das Leben leicht machen. ETF-Sparpläne aufsetzen, Wertpapiere kaufen und verkaufen oder die persönlichen Daten ändern sollte innerhalb weniger Klicks möglich sein.

Daher empfehle ich Ihnen – wo möglich – eine Demo-Version bzw. mehrere Anbieter zu testen, bevor Sie sich entscheiden. Ein Umzug ist nachträglich immer möglich, die Zeit können Sie jedoch sinnvoller nutzen.

Tipp: In der Extra-Magazin-Ausgabe Dezember 2020/Januar 2021 finden Sie einen ausführlichen Testbericht zu den führenden Brokern.

Achten Sie auf eine günstige Gebührenstruktur beim Broker

Kosten sind eines der wichtigsten Einflussfaktoren auf Ihre Geldanlage. Depotführungsgebühren und sogar Negativzinsen sind bei vielen Brokern traurige Realität. Sie verdienen Geld, auch wenn Sie überhaupt nicht handeln – entweder einen fixen Betrag oder einen prozentualen Anteil Ihres Depotwertes. Halten Sie nach Brokern Ausschau, die keine bzw. niedrige Depotführungsgebühren und keine negativen Zinsen auf Ihre liquiden Mittel verlangen.

Anders als bei Depotführungsgebühren sind Ordergebühren normal. Die meisten deutschen Broker verlangen eine Ordergebühr von vier bis zehn Euro. Zusätzlich können – je nachdem, an welcher Börse Sie handeln – zusätzlich Handelsplatzgebühren zwischen zwei und vier Euro anfallen. Bei ausländischen Börsen kann eine Order sogar das Dreifache kosten.

Gerade Privatanleger, die keine hohen Beträge investieren, sollten einen großen Fokus auf die Gebühren setzen. Fünf Euro auf einen Betrag von 1.000 Euro (0,005 Prozent) zu zahlen hat andere Auswirkungen als auf einen Anlagebetrag von 100 Euro (5 Prozent). Ordergebühren sollten nicht über einem Prozent Ihres Anlagebetrages liegen. Das gleiche Prinzip gilt für Sparplangebühren – auch hier gilt, je niedriger, desto besser.

Passt das Wertpapierangebot zu Ihren Anlagezielen?

Bei so ziemlich allen Brokern können Sie Klassiker wie Aktien, Anleihen und ETFs handeln. Wer zusätzlich mit Optionen, Zertifikaten oder Kryptowerten handeln möchte, muss hier besonders aufmerksam sein, da dies nicht bei allen Brokern möglich ist. Das war für mich jedoch nie sonderlich relevant, da ich eher auf Klassiker setze. Für den langfristigen Vermögensaufbau brauchen Sie diese Finanzinstrument in der Regel auch gar nicht. Bei vielen Anbietern sind zudem die Handelsplätze und die ETF-Anbieter eingeschränkt.

Bonus-Tipp: Ich habe mir vor der Entscheidung für einen Broker über die ETF-Suche von extraETF die passenden ETFs für meine Geldanlage rausgesucht und nachgeschaut, bei welchem Broker sie handelbar sind.

Nutzen Sie Sparpläne, dann macht es auch hier Sinn im Voraus zu kontrollieren, ob diese beim jeweiligen Broker überhaupt verfügbar sind. Auch bei den Sparraten gibt es Unterschiede. Während die meisten Broker Sparpläne ab 25 Euro ermöglichen (Trade Republic sogar ab 10 Euro), liegt der Mindestanlagebetrag bei anderen Anbietern bei 50 Euro. Ich habe mich für einen Broker mit einer breiten Auswahl an ETF- und Aktiensparplänen entschieden, um flexibel zu bleiben.

Sparplanfähigkeit ermöglich entspannte Geldanlage

Der sogenannte Cost-Average-Effekt sorgt für eine große Nachfrage nach Sparplänen. Ob eine positive Auswirkungen auf den Anlageerfolg besteht ist umstritten. Dennoch lösen Sparpläne einen Disziplinierungseffekt bei Privatanlegern aus, der nicht zu unterschätzen ist.

Zudem automatisieren Sie dadurch Ihre Geldanlage und müssen sich nicht mehr aktiv darum kümmern. Achten Sie deshalb bei Ihrer Broker-Wahl auf eine große Auswahl an „günstigen“ Sparplänen auf ETFs und Aktien.

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